Heilung mit Training unterstützen: Vorbeugung und Therapie beim Achillessehnenriss

Normalerweise wird operiert. Geht das nicht, werden nicht-operative Methoden angewandt, da die Sehnen wieder zusammenwachsen können

Therapie: Kommt eine Operation nicht in Frage, z.B. wegen hohen Alters, bestimmter Begleiterkrankungen (Zuckerkrankheit) usw., werden nichtoperative Verfahren angewandt. Mittels spezieller Gipsverbände, Spezialschuhen und Absatzerhöhungen werden die Sehnenenden in so genannter Spitzfußstellung aneinanderfügt. Die Sehnenenden wachsen nach mehreren Wochen zusammen, wobei der Heilungsprozess durch Krankengymnastik und Muskeltraining unterstützt werden sollte.

In den meisten Fällen wird allerdings operiert. Bei dem häufigsten OP-Verfahren werden die beiden Sehnenenden mit Fäden vernäht, die im Körper verbleiben und sich nach einigen Wochen von selbst auflösen. Nach einer anderen Methode werden die Sehnenenden mit einem speziellen Gewebeklebstoff miteinander verklebt. Für diese Methode liegen derzeit noch keine Langzeitergebnisse vor.

Die Nachbehandlung im Anschluss an eine Operation entspricht in groben Zügen der konservativen Behandlung. Es wird ein Unterschenkelgips angelegt oder der Patient erhält einen Spezialschuh für die Dauer von etwa sechs Wochen. „Der Fuß wird in einer Spitzfußstellung von etwa 20 Grad für zwei bis drei Wochen ruhig gestellt und diese Fußstellung dann stufenweise bis zu sechs Wochen nach der OP abgebaut. Nach sechs Wochen beginnt der Belastungsaufbau mit steigenden Teilbelastungen der Extremität“, erklärt Holz.

Die Belastbarkeit der Achillessehne ist nach einer Operation meist höher als nach konservativer Behandlung, so dass wieder trainiert werden kann. Weitere Vorteile sind die schnellere Heilung und die geringere Quote erneuter Sehnenrisse. Eine Studie an der medizinischen Hochschule Hannover ergab, dass - bezogen auf den häufigen mittleren Sehnenriss - die Operation und eine konservative Therapie etwa die gleichen Ergebnisse bringen, wenn zuvor bestimmte Vorraussetzungen der Ruptur erfüllt sind. Es kann sechs bis neun Monate – bei OP-, und sechs bis zwölf Monate – bei konservativer Behandlung – dauern, bis man die volle Belastbarkeit wieder erlangt.

Vorbeugung: Bestehende Stoffwechselstörungen behandeln-, und sich bei dauerhafter Medikamenteneinnahme vom Arzt beraten lassen. Jede Sportart sollte vom ausgebildeten Trainer angeleitet werden, um Fehlbelastungen zu vermeiden. Weder vor noch nach dem Training sollten Schmerzen in der Achillessehne auftreten. Ist das der Fall, sollten Sie das Training schleunigst unterbrechen.

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