Sehnenrisse problemlos nähen: Vorbeugung und Therapie beim Riss der Rotatorenmanschette

Steht die Diagnose fest? Sind Sie jung und sportlich, sollten Sie sich lieber gleich operieren lassen

Therapie: Bei einem inkompletten Riss der Rotatorenmanschette kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Als junger, sportlicher Mensch sollten Sie – egal ob der Riss komplett oder nur teilweise ist – eher eine Operation erwägen, insbesondere dann, wenn Sie starke Schmerzen haben und die Verletzung Ihren dominanten Arm betrifft.

„In über 80 Prozent der Fälle können die Sehnenrisse problemlos arthroskopisch genäht oder mit Schraubankern, die aus Titan oder selbstauflösendem Material bestehen, fixiert werden. Beim Rest werden die abgerissenen Anteile entfernt, die zur schmerzhaften Einklemmung führen“, sagt Holz. Es muss schnell mobilisiert werden, sonst droht Gelenksteife. Nach 12 Wochen kann wieder voll belastet werden.

Bei allen anderen kann, wenn die Manschette „nur“ eingerissen (die Ruptur also nicht komplett ist), eine konservative Therapie sinnvoll sein. Diese umfasst Schonung und Ruhigstellung sowie Gabe von Schmerzmitteln mit entzündungshemmender Komponente (z.B. Ibuprofen oder Diclofenac) oder Schmerzspritzen in die Schulter. Der Heilungsprozess kann unterstützt werden durch Kältetherapie und krankengymnastische Bewegungsübungen.

Nachteil der konservativen Behandlung ist, dass der Riss nicht wirklich verheilt, in dem Sinne, dass er sich schließen würde. Denn die gerissenen Sehnenanteile haben sich von einander entfernt und zurren zusammen. Der Arm und die Schulter sind dann gerade noch alltagstauglich, sind sportlichen Anforderungen aber nicht mehr gewachsen.

Vorbeugung: Vermeidung eines chronischen Impingements (siehe Impingement-Syndrom).

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