Vertraulichkeit im Beruf: Psst! Betriebsgeheimnis

Pssst! Betriebsgeheimnis
Firmenklatsch oder Betriebsgeheimnis?

Das Ausplaudern von Firmengeheimnissen kann böse enden. Ein Experte verrät, wann Sie besser den Mund halten sollten

Gerade noch haben Sie nett beim Bier mit dem Kollegen von der Konkurrenz geplaudert. Jetzt lächelt er. Sie wissen: Sie haben zu viel geredet. Das war ein Firmengeheimnis! „An Betriebsgeheimnissen hängen häufig Existenzen. Verstöße gegen die Geheimhaltungspflicht sind keine Kavaliersdelikte, im Extremfall drohen da Schadenersatzforderungen oder Haftstrafen bis zu drei Jahren“, sagt Experte Michael Felser. Schweigen ist Pflicht – das gilt selbst ohne einen entsprechenden Hinweis im Arbeitsvertrag, oft sogar über das Arbeitsverhältnis hinaus.

„Es gibt einen Trend zur Illoyalität gegenüber dem Arbeitgeber. Wissenschaftler sprechen seit Ende der 1990er-Jahre vom Darwiportismus, einer Mischung aus ökonomischem Darwinismus und persönlichem Opportunismus“, sagt Felser. Lebenslange Jobbindungen sind heute selten; Geschäftsstrategien, Rezepte oder auch Kundenlisten wandern beim Jobwechsel im Kopf des Mitarbeiters mit in die neue Firma. Verlockend, daraus Kapital zu schlagen – laut Paragraf 17 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) und Paragraf 203 des Strafgesetzbuches jedoch verboten. Wir verraten Ihnen hier die ehrlichen Geheimnisse des Erfolges.

Jeder Zweite hält sich für unterbezahlt – so das Ergebnis unserer Video-Umfrage
Seite 1 von 3

Sponsored SectionAnzeige