Nahrungsergänzung: Wann Vitaminpillen helfen

Vitaminpillen sind häufig wirkungslos
Vitaminpillen zu schlucken, bringt oft nichts

Damit das Gehirn benötigt große Mengen an Vitaminen, um "böse" Radikale zu killen

Das Gehirn braucht nicht nur Glucose, um optimal funktionieren zu können und gesund zu bleiben, sondern auch große Mengen Vitamine, die antioxidativ wirken, und sekundäre Pflanzenstoffe. Denn durch den hohen Energieumsatz entstehen im Hirn besonders viele freie Radikale, die Zellen schädigen und darum unschädlich gemacht werden müssen.

Spitzenlieferanten sind wieder einmal Obst, Gemüse und Nüsse. Vitaminpillen zu schlucken, bringt dagegen meistens nichts – mit einer Ausnahme: „Ohne Tabletten bekommen viele Menschen nicht genug Folsäure, und gerade dieses Vitamin spielt bei der Alzheimer-Vorbeugung eine entscheidende Rolle“, sagt der Molekularbiologe Professor Konrad Beyreuther von der Universität Heidelberg, der sich der Erforschung von Alzheimer verschrieben hat. Er rät, einmal in der Woche Leber zu essen.

Wirksame Präparate
Wer das nicht will, kann Tabletten einnehmen, sollte aber vorher seinen Homocystein-Spiegel bestimmen lassen. Beyreuther: „Ist der hoch, kann man von einem zu niedrigen Folsäure-Spiegel ausgehen.“ Präparate gibt’s in jeder Apotheke – zwar meist für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere, doch wenn keine anderen Substanzen wie etwa Jod enthalten sind, kann man sie auch als Schutz fürs Hirn einsetzen. „Schon 0,4 Milligramm pro Tag senken das Alzheimer-Risiko um 55 Prozent.“

Außerdem braucht Ihr Gehirn unbedingt Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Nüssen, Lein- und Rapsöl. Denn Studien zufolge verringern sie deutlich das Risiko psychischer Störungen und Demenzerkrankungen. Und auch Olivenöl scheint einen schützenden Stoff zu haben. „Insgesamt macht die Ernährung bei der Prophylaxe von Alzheimer etwa ein Drittel aus, der Rest ist zu gleichen Teilen körperliche und geistige Aktivität“, sagt Experte Beyreuther.

Weitere Erkenntnisse, Turbos fürs Gehirn und die Erfolgsgeschichte von Michael Wertebach finden Sie in der April-2007-Ausgabe von Men's Health

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