Workout-Check im Video: Warrior-Workout im Fitness-Test

Warrior-Workout im Workout-Check (1114)
Das Warrior-Workout im Video-Test

Das Warrior-Workout soll Kraft und Ausdauer fördern. Unser Kollege Roman hat sich da durchgekämpft. Sein Trainingstest im Video

Boxsäcke baumeln von der Decke herab. Unter meinen nackten Füßen spüre ich den weichen Boden. „Meistens trainieren in dieser Halle Kampfsportler“, erzählt mir Coach Daniel Tobaben vom KB-Gym in Hamburg. Aber jetzt werden die Boxsäcke für ein richtig hartes Training zur Seite geräumt: das Warrior-Workout.

Obacht, Leistungssportler! Das Zirkeltraining mit unterschiedlichsten Geräten ist für jedermann geeignet. Schwerpunkte des Warrior-Workouts sind gleichzeitig für Leistungssportler optimiert. Trifft sich gut: Genau die Muskeln, die ich als Eishockeyspieler besonders beanspruche, werden trainiert: Beine, Rumpf, Unterarme und Schultern, dazu Kraftausdauer. Dank wöchentlich wechselnder Übungen bleibt der Memory-Effekt für die Muskulatur aus. Kurz aufwärmen, und los geht es mit einarmigen Kettlebell- Swings. Aber bitte ordentlich! „Alle technischen Übungen verlangen nach einer sauberen Ausführung“, erklärt Coach Tobaben (Web: www.athletic-coach.de).

Das Warrior-Workout soll Kraft und Ausdauer fördern
Die Power-Ropes: Taue, dick wie die Ankerketten

Quälen im Tabata-Stil
Mich erwarten 4 Runden mit je 8 Übungen, jede Übung dauert zwischen 40 und 80 Sekunden. Fies: Die Teilnehmer wissen nicht, wie lange die aktuelle Übungsrunde dauern wird – das zehrt. Genauso wie die kurzen Pausen: maximal 10 Sekunden – das ist Training im Tabata-Style! Bei den Matten-Sprints ist der Name Programm. Ich hebe die Beine dabei so hoch es geht. Die ersten 20 Male sind echt easy, danach ist es eine süße Qual.

Als Nächstes die Power-Ropes: Taue, dick wie die Ankerketten der „Queen Mary 2“. Ich habe diese Trainingsmethode oft bei Eishockey-Profis gesehen. Mit den Enden in Händen stelle ich mich breitbeinig auf und fange damit an, das Seil zu ... hoppla! Überrascht stolpere ich nach vorn. Mit solchen Kräften habe ich nicht gerechnet. Noch mal! Die Knie: leicht angewinkelt. Der Rücken: gerade. So geht es schon besser. Ich bearbeite die Seile, die in Sinuswellen gegen die Befestigung krachen. Das haut richtig rein, Schultern und Unterarme brennen. Der Coach: „Mit Power-Ropes kannst du unterschiedlich trainieren, sie entweder einarmig schwingen oder mit beiden Armen gleichzeitig auf den Boden knallen.“

Wutprobe Tyre-Sledge
Zum Schluss darf ich mit dem Vorschlaghammer auf einen Traktorreifen einprügeln. Echt schwer, einen starken Schlag hinzukriegen. Nach 8 Übungen bin ich fertig – mit der ersten Runde. Schweiß tropft auf den Boden, als stünde ich unter der Dusche. Aber bis zur Erfrischung dauert’s noch weitere 3 Runden.

Übung Reifen-Hämmern
Übung Reifen-Hämmern

Das sind erstklassige Übungen beim Warrior-Workout:

Reifen-Hämmern
A. Hammer mit einer Hand unten am Griff packen, mit der anderen ganz oben, über Schultern und Kopf hieven.
B. Hammerkopf mit voller Wucht herabsausen lassen. Dabei in die Knie gehen, die obere Hand rutscht an das Griffende.

Übung Matten-Sprints
Übung Matten-Sprints

Matten-Sprints
Bei Matten-Sprints gilt nur eins: rennen, bis die Beine brennen. Das Knie bei jedem Schritt hüfthoch heben.

Warrior-Workout: Der Zirkel für Kämpfer
So geht das Warrior-Workout:
Teilnehmer und Trainer bauen gemeinsam ein Zirkeltraining auf. Trainiert wird im Gym, mit Geräten wie Kugelhantel, Power-Ropes, Boxsack, Vorschlaghammer und Traktorreifen, teilweise mit dem eigenen Körpergewicht. Übungen und deren Dauer variieren, neue kommen dazu, alte werden verändert.
Da geht das Warrior-Workout: Einen Kurs können Sie in vielen Fitness-Studios buchen, oft werden diese auch als Athletic Conditioning oder Circuit-Training bezeichnet. Kosten: etwa 30 Euro pro Monat für 3 Einheiten in der Woche (Dauer: jeweils 1 Stunde).

Spaß  ★ ★ ★ ★ ✩    
Muskeln  ★ ★ ★ ★ ✩
Koordination  ★ ★ ★ ★ ✩    
Ausdauer  ★ ★ ★ ★ ★

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