Straßenverkehr: Warum Autolärm krank macht

Asthma durch Autoverkehr
Der Straßenverkehr kann Asthma und Allergien auslösen

Feinstaub und Straßenlärm sind ernste Gesundheitsrisiken und können Allergien, Asthma und sogar Herzinfarkte auslösen

Die Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr treibt das Allergierisiko stark in die Höhe, so das Ergebnis einer Arbeitsgruppe aus Münchner und Leipziger Wissenschaftlern. Aber auch Straßenlärm sei lebensgefährlich, da dieser Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen könne.

Laut einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO soll der Verkehrslärm in Europa für drei Prozent aller Todesfälle durch Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich sein.

Feinstaub löst Asthma aus
Gesundheitsrisiko Nummer zwei: Die Feinstaubpartikel, die aus den Auspuffrohren der Autos kommen, dringen in die Lunge ein und können Erkrankungen wie Asthma auslösen. Zudem erhöhe sich dadurch das Risiko für Arterienverkalkung, Herzrhythmusstörungen und Infarktbildung, so Studienleiter Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie vom Helmholtz-Zentrum München.

Dies fanden die Forscher durch Tierversuche heraus. Sie setzten die Tiere sehr hohen Staubkonzentrationen aus, die stark über denen der schlimmsten Hauptverkehrsstraßen liegen. "Den Beweis für aktuelle Luftkonzentrationen in der Umwelt können wir deshalb leider nicht antreten", erklärt Wolfgang Kreyling vom Institut für Inhalationsbiologie am Münchner Helmholtz-Zentrum. Das Problem: Es ist schwierig und teuer, den Einfluss des Verkehrs auf die Gesundheit nachzuweisen.

Umweltzonen bringen Besserung
Allerdings zeigen Langzeitstudien, dass zwischen Straßenverkehr und asthmatischen und allergische Erscheinungen ein Zusammenhang bestehe. Durch die Einführung von Umweltzonen in Städten versprechen sich die Wissenschaftler Verbesserungen.

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