Abnehmen ohne hungern: Warum Diäten nichts bringen

Während einer Diät passt sich Ihr Körper an den Nahrungsmangel an – und das hat schlimme Folgen
Wer eine Diät macht, muss darauf achten nicht zu wenig Kalorien zu sich zu nehmen. Denn Körper und Stoffwechsel passen sich an und das kann "schwerwiegende" Folgen haben – im wahrsten Sinne des Wortes

Diät – das bedeutet Verzicht, Hunger und Leid ohne echte Abnehm-Erfolge. Wir erklären, warum Diäten nichts bringen und worauf es wirklich ankommt, wenn Sie dauerhaft abnehmen wollen.

Sind Sie auch ein Diät-Opfer?

Viele Diät-Trends, Abnehm-Produkte und -Pillen versprechen schnelles Abnehmen ohne Sport und viel Schwitzen. Trauen Sie dem Braten nicht! Der Haken: Während einer Diät passt sich Ihr Körper an den Nahrungsmangel an. Wenn Sie weniger essen, hat Ihr Körper weniger Energie zur Verfügung, er muss also sparen, wo er nur kann. Auch wenn er sich dabei von etwas Körperfett trennt, wird er vor allem alles über Bord werfen, was viel Energie frisst und gerade nicht benötigt wird. Ganz oben auf der Energiefresser-Liste, steht dann Ihre Muskulatur. Bei einer Diät ohne Sport verlieren Sie also hauptsächlich Muskeln statt Fett. Damit sinkt auch Ihr Grundumsatz. Also die Menge an Energie, die Ihr Körper täglich zum Lebenserhalt verarbeitet. Nach der Diät kommt ihr Körper daher mit weniger Energie aus als vorher. Bedeutet: Wenn Sie nach der Diät wieder "normal" esse, nehmen Sie viel schneller zu als vorher – ein echter Teufelskreis. Hinzu kommt, dass ihr Körper vermehrt Fettreserven anhäuft, um auf den nächsten Nahrungsmangel besser vorbereitet zu sein – besser bekannt als Jo-Jo-Effekt. Deshalb wird Hungern niemals zum erhofften Abnehm-Erfolg führen. Also sollen Sie in Zukunft futtern statt fasten um abzunehmen? Ja, ganz genau! Aber natürlich nicht irgendwas.

Die optimale Ernährung zum Abnehmen

Ob paleo, vegan oder vegetarisch - jede Ernährungsform hat ihre Fans und Fanatiker, die beteuern, dass nur diese das einzig Wahre ist. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen. Wirkliche Gewissheiten für Ihr Abnehmprojekt gibt es nur 3:

  1. Ob Sie ab- oder zunehmen ist eine Frage der Energiebilanz. Wer mehr Energie zuführt als verbraucht, nimmt zu. Wer weniger Energie zuführt als verbraucht, nimmt ab. Das leuchtet ein.
  2. Der Inhalt ist entscheidend: Vitaminarme, industriell erzeugte, komprimierte Lebensmittel machen dick. Vitaminreiche, natürliche, großvolumige Lebensmittel nicht.
  3. Jeder Körper tickt anders: Ihr Stoffwechsel entscheidet, ob Sie viel futtern können oder sofort zunehmen.

Wer eine Diät macht, muss darauf achten nicht zu wenig Kalorien zu sich zu nehmen. Denn Körper und Stoffwechsel passen sich an und das kann "schwerwiegende" Folgen haben © Sudowoodo / Shutterstock.com

Die Fatburning-Maschine Stoffwechsel

Der Stoffwechsel steuert die Energiebereitstellung im Körper und verteilt und verwertet alle zugeführten Nährstoffe. Die einen haben einen sehr engagierten Stoffwechsel, die anderen einen eher trägen. Grob lassen sich drei Stoffwechseltypen unterschieden, wobei jeder Typ spezielle Eigenschaften bezüglich Muskel- und Skelettbau sowie der Neigung Fett anzusetzen hat. Darum hat der Stoffwechseltyp auch Einfluss auf unsere Körperform. Zu welchem Typ Sie gehörten, lässt sich oft am Körperbau erkennen:

Der endomorphe Typ: breiter Körperbau, massige Muskulatur, nimmt leicht zu und schwer ab, hat einen trägen Stoffwechsel.
Ernährungstipp: Low Carb
Trainingstipp: Krafttraining mit Ausdauereinheiten ergänzen

Der mesomorphe Typ: sportliche, muskulöse Figur, nimmt relativ schnell zu und ab, baut schnell Muskelmasse auf, hat einen zügigen Stoffwechsel.
Ernährungstipp: Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig. Verringern Sie die Kohlenhydratzufuhr, wenn der Bauch zu wachsen droht.
Trainingstipp:Wenn das Abnehmen ins Stocken gerät, ergänzen Sie Ihr Training mit Ausdauereinheiten.

Der ektomorphe Typ: schlanke Figur, wenige Körperfett, kann verhältnismäßig viel essen ohne zuzulegen, baut nur schwer Muskelmasse auf, hat einen schnellen Stoffwechsel und hohen Grundumsatz.
Ernährungstipp: Kohlenhydrate sind eher erlaubt als bei anderen. Vor allem vor dem Training!
Trainingstipp: Zusätzliches Ausdauertraining könnte den Muskelaufbau verhindern.

Auch wenn Sie Ihren genetischen Stoffwechsel nicht ändern können: Sie können etwas dafür tun, dass er schneller läuft – egal zu welchem Typ Sie gehören:

  1. Bewegen Sie sich jede Stunde mindestens für 5 Minuten – besonders wenn Sie den ganzen Tag am Schreibtisch hocken. Keine Angst: Sie brauchen keine peinlichen Dehn- und Streckübungen auf dem Bürostuhl machen (dürfen Sie aber natürlich!). Ein wenig den Flur auf- und abgehen reicht schon.
  2. Gehen Sie täglich an die frische Luft!
  3. Essen Sie täglich frisches Obst und Gemüse.
  4. Versorgen Sie sich täglich mit hochwertigen Eiweißquellen (Hähnchen, Pute, Quark, Joghurt, Fisch, Rind, Hüttenkäse etc.)
  5. Nehmen Sie nur 3 Hauptmahlzeiten ein und reduzieren Sie das Snacken zwischendurch.
  6. Kochen Sie mit scharfen Gewürzen wie Chili oder einfach Pfeffer. Denn scharfe Gewürze regen den Stoffwechsel zusätzlich an.
  7. Genießen Sie Alkohl nur in Maßen.
  8. Hören Sie auf zu rauchen!
  9. Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf.
  10. Gehen Sie ab und an in die Sauna.

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