Rückenstabilisator: Warum mit Gewichthebergurt trainieren?

Frage: Wozu braucht man als normal trainierender Mensch eigentlich einen Gewichthebergurt?
Frank Umlauf per E-mail
Warum mit Gewichthebergurt trainieren?
Im Hochleistungssport sollte man nicht auf das gute Stück verzichten, als Amateur darf man es

Unsere Antwort:

Zwar gewinnt man bei manchem Träger den Eindruck, er versuche sich mit einem Gewichthebergurt in erster Linie einen profimäßigen Anstrich zu verleihen. Doch gerade im Hochleistungssport sollte man nicht auf das gute Stück verzichten. Warum, erklärt Harald Gärtner, Sportlehrer und Referent des BSA-Lehrzentrums in Mandelbachtal/Saarland: "Der Hebegürtel trägt dazu bei, den Bauchrauminnendruck zu erhöhen und so die Rückenbelastung zu mindern. Das ist wichtig, denn hält man mit nach vorne gebeugtem Oberkörper ein Gewicht von 80 Kilo, wird rein rechnerisch die Belastbarkeitsgrenze unserer Wirbelsäule überschritten."

Wie gesagt, das betrifft Hochleistungssportler. Beim normalen Fitnesstraining sind die Belastungsspitzen jedoch wesentlich geringer. "Der Gewichthebergürtel dient hier eher als psychologische Stütze, weitere Vorteile sind nicht ersichtlich." Im Gegenteil: Beim Training mit höheren Wiederholungszahlen kann das Tragen eines eng anliegenden Gürtels sogar die normale Atmung behindern.

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