Nächtliches Kreuzleiden: Warum wache ich wegen Rückenschmerzen auf?

Frage: Woran liegt es, dass ich nach fast jeder Nacht mit Rückenschmerzen aufwache? Und was kann ich dagegen tun?
Karsten Moritz, Neukirchen
Lassen Sie sich bei nächtlichen Rückenproblemen untersuchen
Lassen Sie sich bei nächtlichen Rückenproblemen untersuchen

Unsere Antwort:

"Rückenschmerzen können unendlich viele Ursachen haben", sagt Professor Erich Schmitt, ehemaliger Leiter der Abteilung für Wirbelsäulenerkrankungen der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim/Frankfurt. Veränderungen der Muskulatur, Bänder und Bandscheiben, aber auch eine Erkrankung der Knochen kann Schuld am Zwicken im Kreuz sein.

Um festzustellen, was genau nicht stimmt, lassen Sie sich am besten vom Orthopäden untersuchen. Auf jeden Fall sollten Sie rückengerechter schlafen: "In der Seiten- oder Rückenlage werden die Bandscheiben am wenigsten belastet", erklärt Hans-Dieter Kempf, Buchautor und Experte der Rückenschule in Karlsruhe. Das Problem: Die Einschlafstellung können Sie ja noch bestimmen, aber im späteren Tiefschlaf werden Sie sich ohnehin die bequemste Stellung suchen. Deshalb nehmen Sie die Lage im Bett ein, die angenehm ist.

Tipp für Bauchschläfer: Nehmen Sie sich kleine Kissen mit ins Bett. Nachts werden Sie diese unbewusst in die richtigen Positionen rücken, um dadurch Ihre Schlafstellung zu unterstützen! Doch auch die "Hardware" muss stimmen: Das Bett sollte den Körper so stützen, dass sich die Wirbelsäule in ihrer physiologischsten Form befindet. "Die Matratze muss deshalb genau dort nachgeben, wo schwere Körperteile wie Schultern und Becken liegen, und sie muss an den Stellen stützen, wo sich Hals- und Lendenwirbelsäule befinden", rät der Experte.

Lattenrost und Matratze sollten aufeinander abgestimmt sein. Das trifft vor allem auf sogenannte Bettensysteme zu, die allerdings auch einiges kosten: Rechnen Sie auf jeden Fall mit 1500 bis 3000 Euro.

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