Gewohnheitsfalle: Macken-Attacken

Zähne schonen und Bier genießen
Jetzt brachte er endlich mal all seine schlechten Gewohnheiten auf den Tisch

Schluss mit den schlechten Gewohnheiten! Warum wir Verhaltensweisen wie Frustessen so schwer ablegen können

Alte Gewohnheiten gehen uns nach einiger Zeit so sehr in Fleisch und Blut über, dass wir sie nur noch loswerden, wenn wir beständig gegen sie ankämpfen, so das Fazit einer Studie.

Die Forscher um Dr. Cindy Lustig von der Washington University St. Louis hatten mit 48 Collegestudenten Wort-Assozationstests durchgeführt. Die Probanden bekamen Worte gezeigt, wie zum Beispiel „Kaffee“, und sollten dazu je ein weiteres Wort lernen (zum Beispiel „Tasse“). Später sollten sie sich noch ein zweites Assoziierungswort merken (etwa „Pott“).

Direkt danach sowie einen Tag später legten die Studenten je einen Test ab. Im ersten, direkt anschließenden sollten sie sich an das zuerst gelernte Wort („Tasse“) erinnern. Im zweiten Test sollten sie sagen, welches Wort ihnen gerade automatisch in den Sinn kam.

Wer zuerst kommt...

Beim zweiten Test hätten die Studenten wesentlich häufiger das zuerst gelernte Wort ("Tasse") genannt, so die Forscher im Fachblatt Psychological Science. Am ersten Tag dagegen seien beide jeweils möglichen Wörter etwa gleich oft gefallen.

Das Ergebnis zeige, dass wir Dinge, die wir uns angewöhnt haben, nur schwer zugunsten anderer wieder loswerden, so die Forscher. Diese Erkenntnis lasse sich auf andere Lebensfelder übertragen: Wer sich erst einmal angewöhnt habe, im Kühlschrank nach Kuchen statt Karotten zu greifen, werde schnell rückfällig – vor allem in Stresssituationen und bei Müdigkeit.

Es sei denn, er bemüht sich hartnäckig darum, sich die Karotten anzugewöhnen.

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