Wie krank ist der Mann?

Gesundheit ist für Männer zweitrangig; Ergebnisse der Men’s Health-Studie zur Männergesundheit 2001 heute veröffentlicht.

Männer haben in Sachen Gesundheit erheblichen Nachholbedarf. Sie schwänzen Vorsorgetermine, gehen krank zur Arbeit und schwindeln beim Arzt. Das ist das Ergebnis der ersten Men’s-Health-Studie zur Männergesundheit, die im Vorfeld zum zweiten Internationalen Tag des Mannes am 3. November veröffentlicht wurde.

Gesundheit ist für Männer im Leben demnach zweitrangig. Nur jeder Vierte interessiert sich besonders für medizinische Fragen. Zu Vorsorgeuntersuchungen gehen nur halb so viele Männer wie Frauen, jeder zweite Mann kennt zwar seinen Blutdruck, über seinen Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel weiß jedoch kaum einer Bescheid. Obwohl viele Männer an chronischen Krankheiten leiden, schätzen rund zwei Drittel ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut ein.

Die Gefahren für die eigene Gesundheit werden teilweise unter-, das erwartete Lebensalter überschätzt. Jeder zweite Mann ist in den letzten zwölf Monaten mehrmals arbeiten gegangen, obwohl er krank war. Das sind einige der Ergebnisse der Untersuchung, die die Männermagazine Men’s Health beim Institut für Demoskopie Allensbach in Auftrag gegeben hatten. Unterstützt wurde die Studie vom weltgrößten Pharmaunternehmen Pfizer.

Hilfe beim Arzt suchen Männer erst, wenn es ihnen richtig schlecht geht. Sie gehen teilweise ungern in die Sprechstunde – auch aus Angst vor schlechten Nachrichten und schmerzhaften Untersuchungen. Immerhin war aber nur jeder zehnte Mann innerhalb der letzten zwölf Mona-te nie beim Arzt.

Allerdings nehmen es die Männer dort mit der Wahrheit oft nicht so genau: 42 Prozent geben zu, ärztliche Verordnungen und Ratschläge nicht zu befolgen (vor allem bei der Medikamenten-Einnahme). Die Motive: Männer glauben, es ginge ihnen auch ohne die verordneten Mittel oder Therapien besser, sie haben Angst vor Nebenwirkungen oder halten die verordnete Dosis für zu hoch.

Die generelle Zufriedenheit mit dem Arzt ist zwar recht hoch – bei den Zahnärzten am höchsten (67 Prozent "sehr zufrieden"), bei den Dermatologen am geringsten (40 Prozent). Dennoch gibt es viele Wünsche: Neben kürzeren Wartezeiten und kurzfristigerer Terminver-gabe wollen Männer beim Arzt vor allem mehr Beratung und Aufklärung über ihre Erkran-kung sowie über die verordneten Maßnahmen. Bei dieser repräsentativen Untersuchung wurden 1071 Männer befragt.

Alle Ergebnisse (inklusive der Grafiken) sowie Fotomaterial zu Men’s Health stehen für Sie im Internet zum Downloaden und kostenlosen Abdruck bereit.

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