Beschwertes Laufen: Was bringen Gewichtsmanschetten?

Frage: Was bringen die Gewichtsmanschetten beim Joggen?
Andreas Natkowski per E-Mail
Nur fünf Minuten: Aktivitäten in der Natur verbessern unsere geistige Gesundheit
Beim Laufen besser auf Gewichtsmanschetten verzichten

Unsere Antwort:

Die meist sehr leichten Gewichte sollen nach Vorstellung der Hersteller einen "Zwei-in-Eins-Effekt" haben: Ausdauer- und Krafttraining. Die Kraftausdauer ist tatsächlich ein wichtiges Trainingsziel, denn Läufer benötigen sie für mittlere Distanzen, die mit verhältnismäßig hoher Intensität zurückgelegt werden (Mittelstreckenlauf, Hügellauf). "Aus meiner Sicht werden durch die Unterschenkelgewichte allerdings nicht beide Trainingsziele gleichzeitig, sondern eher keines von beiden erreicht", sagt Dr. Thomas Wessinghage, mehrfacher Deutscher Meister im Langstreckenlauf und Direktor am Medical Park, Bad Wiessee.

Die Laufgeschwindigkeit leidet unter dem Zusatzgewicht, der Bewegungsablauf wird schwerfälliger. Für einen wirkungsvollen Kraftaufbau sind die Gewichte hingegen viel zu leicht, die Anzahl der Wiederholungen zu hoch (beim Zehn-Kilometer-Lauf zirka 3500 pro Seite). Außerdem besteht die Gefahr, dass sich wenig geübte Läufer verletzen, weil die Sprunggelenke und das Fußgewölbe stärker belastet werden. "Daher kann man von solchen Gewichte nur abraten", warnt Martin Grüning von der Fachzeitschrift Runner’s World.

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