Betriebsgeheimnisse: Was im Schadensfall droht

Was im Schadensfall droht
Im Prinzip hat jede Information, mit der die Konkurrenz etwas anfangen kann, das Zeug, in Ihrem Betrieb Schaden anzurichten. Im Zweifel gilt also: Klappe halten!

Fahrlässige Plaudereien können zu Schadenersatz-Forderungen oder sogar zur Kündigung führen

Für jeden Angestellten gilt die Schadenersatzpflicht gegenüber seinem Arbeitgeber. Das gilt auch, wenn interne Planungen wegen Ihrer Unvorsicht bekannt werden. Die Höhe des Schadenersatzes wird vom Gericht geschätzt, die Summe dürfte allerdings in jedem Fall richtig weh tun. Sehen Sie am besten mal in Ihrem Arbeitsvertrag nach, ob für den Fall des Geheimnisverrats eine Vertragsstrafe festgeschrieben ist – möglicherweise steht auf diesen Vertrauensbruch die Kündigung.

„Wenn Ihre Plauderei den Betrieb in existenzielle Schwierigkeiten gebracht hat, ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt. Und Paragraf 17 UWG sieht darüber hinaus Höchststrafen von bis zu drei Jahren Haft vor.“ Klatsch und Tratsch über den Chef kommen nicht so teuer zu stehen, führen schlimmstenfalls zur Abmahnung.

TIPP: Falls Ihnen ein Ermittlungsverfahren angedroht wird oder es bereits eingeleitet wurde, nehmen Sie sich sofort einen Anwalt. Wer auf eigene Faust agiert, macht alles nur noch schlimmer.

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