Farbiger Aufguss: Was ist der Unterschied zwischen grünem und schwarzem Tee?

Frage: Grün oder schwarz – wo liegt der Unterschied? Und wie sieht es eigentlich mit grünem Tee in Beuteln aus?
B. Schierloh, Wunstorf
Schwarzer Tee ist fermentiert, grüner nicht
Schwarzer Tee ist fermentiert, grüner nicht

Unsere Antwort:

Anders als bei den Parteien ist der Unterschied im Teeglas gar nicht so groß: Die Pflanze ist bei beiden Sorten die gleiche. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrer Verarbeitung.

Schwarzer Tee ist fermentiert, grüner nicht. Die Fermentation ist nichts anderes als eine Reaktion mit Sauerstoff, die einen Gärungsprozess auslöst. Dadurch entstehen Aromastoffe, die später den Geschmack ausmachen. Weil grüner Tee nicht fermentiert wird, hat er im Durchschnitt einen höheren Catechingehalt. Dieser Stoff soll antioxidativ und krebsvorbeugend wirken.

Allerdings stammen die meisten Tee-Studien aus Asien – und dort wird vorwiegend die grüne Version getrunken. Noch ein Unterschied: Grüner Tee enthält weniger Koffein, dafür aber mehr Gerbstoffe als Schwarztee. Deshalb kann er ziemlich bitter sein, vor allem bei falscher Zubereitung. Es gibt zwei Methoden – wobei es ziemlich egal ist, ob Sie losen Tee verwenden oder Beutel (diese enthalten nur feinere Blätter):

  • Die China-Methode: Der Tee wird vor dem Trinken "gewaschen". Dafür 1 bis 1,5 Gramm grünen Tee (oder einen Beutel) pro Tasse mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen, nach 2 bis 3 Minuten wegschütten. Der zweite Aufguss ist weniger herb (die Bitterstoffe sind rausgewaschen), man muss ihn nicht abgießen.
  • Die Japan-Methode: Gut 2 Gramm oder einen Beutel grünen Tee pro Tasse mit nicht mehr kochendem Wasser aufgießen, 1 bis 2 Minuten ziehen lassen, abgießen – fertig.

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