Gesundheitsrisiken: Was passiert, wenn ich zu wenig schlafe?

Was passiert, wenn ich zu wenig schlafe?
Unausgeschlafen? Mögliche Folgen: Stress, Bluthochdruck, Kopfschmerzen

Sie gönnen sich alles im Leben, außer genug Schlaf. Das sind die langfristigen Schäden

Stress wie ein Hooligan
Seit Wochen kriegen Sie nur vier Stunden Schlaf pro Nacht? Das erhöht die Ausschüttung von Cortisol. Das Hormon beginnt, für Verwirrung im Körper zu sorgen, bringt den Stoffwechsel dazu, Kohlenhydrate, Proteine und Fette zu zerlegen. Folgen: Stress, Bluthochdruck, Kopfschmerzen. Erteilen Sie dem Rüpel einen Verweis, indem Sie mehr laufen. Studien der Charité in Berlin zeigen, dass Marathon-Training die Cortisol-Resistenz erhöht

Augen wie ein Panda
Dunkle Schatten unter den Augen, weil Ihr Nachwuchs nachts putzmunter ist? Den Pandabären-Look verdanken Sie dem verringerten Wassergehalt der Hautzellen. Folge: Die Blutgefäße treten stärker hervor. Zudem fühlen sich die Augen trocken an und jucken. Soforthilfe: feuchte Teebeutel mit grünem oder schwarzem Tee erst kurz ins Eisfach, dann zehn Minuten auf die Augen legen

Zucker wie ein Diabetiker
Wer mit 30 noch zecht wie ein 20-Jähriger, kann seinen Stoffwechsel bald in Rente schicken. Denn der vernachlässigt bei Schlafmangel Basisarbeiten wie die Zuckerverarbeitung. Oft benötigt der Organismus dann (ähnlich wie bei Diabetikern) 40 Prozent mehr Zeit, um eine Aufgabe wie die Korrektur des Blutzuckerspiegels zu erledigen. Tipp: Vermeiden Sie Koffein nach 16 Uhr, um die innere Uhr nicht komplett durcheinander zu bringen

20 Stunden nicht geschlafen: vergleichbar mit einem Alkoholwert von 0,5 Promille
17 bis 19 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigt Ihre Fahrkünste stärker als ein Alkoholwert von 0,5 Promille

Schlafmangel: Die Folgen kurzer Nächte

Sie ziehen nachts um die Häuser oder arbeiten spät. Zu wenig Schlaf hat Folgen. Wir sagen welche

Einparken wie eine Frau
Weniger als sechs Stunden Schlaf pro Nacht beeinträchtigen Bewegungsabläufe und Reaktionszeiten ähnlich stark wie ein Glas Bier. Nüchtern ausgedrückt: Sie parken rückwärts ein wie eine Fahranfängerin. Bleiben Sie 17 bis 19 Stunden wach, beeinträchtigt dies Ihre Fahrkünste stärker als ein Alkoholwert von 0,5 Promille (gesetzlicher Grenzwert).

Stumm wie ein Neandertaler
Schlaf ist so lebensnotwendig für Ihr Gehirn wie Viagra für den Ur-Playboy Hugh Hefner. Denn während Sie schlummern, regenerieren sich die Nervenzellen der Hirnrinde, die unter anderem für die Verarbeitung von Sprache zuständig sind. Das ist der Grund, warum Sie zum nuschelnden Höhlenmann mutieren, wenn Sie übermüdet durch die Gegend schlurfen. Ein weiterer Nachteil: Es bilden sich auch keine neuen Nervenbahnen. Die sind übrigens unverzichtbar für Ihre Kreativität.

Schwer wie ein Sumotori
Oft bringen nächtliche Ruhestörungen den Hormonhaushalt durcheinander. Der Körper stellt etwa die Produktion von Leptin, das normalerweise den Appetit bremst, nahezu ein. Dagegen wird vermehrt Ghrelin ausgeschüttet, und das signalisiert höheren Nahrungsbedarf und sorgt für Fressattacken. Es dauert nicht lange, bis Sie das Gewicht eines Sumoringers haben. Tipp: Schlafen Sie mit Ohrstöpseln, wenn sich der Geräuschpegel im Schlafzimmer nicht dauerhaft senken lässt.

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