Seitensprung-Antrieb Ärger: Was tun bei Untreue aus Enttäuschung

Untreu aus Enttäuschung: Wer betrügt, um seine Affäre heimzuzahlen, wurde zuvor verletzt

Darum betrügen sie aus Enttäuschung – obwohl das die Beziehungskrise doch nur größer macht

Gefahr: Enttäuschung

Es ist nicht immer drin, was draufsteht. „Oberflächlichkeit wird irgendwann durchschaut“, sagt der Paar-Experte Rolf Stangenberg. „Frauen sind dann oft derart enttäuscht, dass sie sich einem anderen Mann zuwenden. Sie fühlen sich übers Ohr gehauen, sind aber im Grunde genommen wütend auf sich selbst, weil sie sich haben blenden lassen.“

Doch auch Betrugsgründe wie Rache und Wut sind meistens die Ergebnisse einer Enttäuschung. Wer betrügt, um seine Affäre heimzuzahlen, wurde zuvor verletzt. „Häufig ist nicht der Betrug das Problem, sondern der Schmerz, sich von der Illusion des treuen Partners verabschieden zu müssen.“ In einer Partnerschaft gehen beide einen Vertrag ein, den anderen nicht zu verletzen. Passiert das doch, ist die Trauer über den Vertragsbruch größer als der Schmerz durch die Verletzung.

Gefahrenabwehr: „Wer betrogen wird, der hat vorher selbst betrogen“, lautet Stangenbergs provokante These. Überlegen Sie sich, wo Sie Ihre Partnerin oder sich selbst hintergehen. Nicht sexuell, sondern generell. In welchen Lebensbereichen könnte Sie der britische Geheimdienst als Lügner entlarven?

Sie gehen zum Kollegen-Stammtisch, aber nicht, weil Sie Lust haben, sondern weil es Ihrer Karriere zuträglich sein könnte? Sie spielen in Ihrer Beziehung den großen Problemlöser, obwohl Sie für sich noch Dinge klären müssen? Akzeptieren Sie Ihre Schwächen – dann können Sie weder sich noch Ihre Partnerin enttäuschen.

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