Übersäuerung: Was tun gegen Sodbrennen?

Frage: Seit zwei Jahren werde ich wegen chronischen Sodbrennens (Refluxösophagitis) mit Pantozol behandelt. Gibt es inzwischen weiterentwickelte Medikamente? Wie sieht es mit Operationsmöglichkeiten aus? Und sollte ich nach der Diagnose noch regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen gehen?
Jens Bartels, per E-Mail
Übersäuerung: Bei schwerem Sodbrennen wird auch bei jungen Leuten operiert
Bei schwerem Sodbrennen wird auch bei jungen Leuten operiert

Unsere Antwort:

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt es keine neuen Medikamente. Pantozol ist das letzte auf den Markt gekommene Arzneimittel gegen die Refluxösophagitis. Die gute Nachricht: Es gibt tatsächlich Operationsmöglichkeiten. "Da bei einer schweren Refluxkrankheit die permanente medikamentöse Therapie notwendig ist, wird bei jüngeren Patienten eine Operation durchaus in Erwägung gezogen", sagt Dr. Martin Strauch, Gastroenterologe in München.

Bei dieser Operationsmethode (laparaskopische Fundoplikatio) wird der Mageneingangsbereich mit Hilfe einer Sonde verengt, die durch eine kleine Öffnung der Bauchdecke eingeführt wird. Ein Bauchschnitt ist nicht erforderlich. Durch die Verengung gelangt in die Speiseröhre weniger Magenflüssigkeit, die Sodbrennen verursacht. Zu Ihrer letzten Frage 3 ist zu sagen, dass Kontrolluntersuchungen wegen möglicher Entartungstendenzen im Abstand von einem bis zwei Jahren zu empfehlen sind.

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