Nothilfe: Was tun, wenn’s juckt?

Gnadenlos und bedrohlich: die Pusteblume
Geben Sie ihr nicht stets schuld an allem

Selbst eindeutig positive Resultate kann man nicht einfach abhaken

"Nicht selten reagiert einer bei den Tests positiv auf einen Stoff, zeigt im Alltag aber keine Symptome", sagt Keller-Melchior. "Zu entscheiden, wie man mit dem Ergebnis umgehen soll, braucht viel Erfahrung." Doktern Sie bei Verdacht auf Allergie also nicht selbst mit rezeptfreien Tabletten und Cortisonsalben an sich herum. Wenden Sie sich an einen Facharzt für Allergologie. So ist die Wahrscheinlichkeit am größten, Ihre Beschwerden unter möglichst wenigen Einschränkungen Ihres Lebens loszuwerden, ob es nun eine Allergie ist oder nicht.

Wie Erdbeeren Ausschlag machen
Antikörper sind Proteine, die körperfremde Stoffe erkennen, sich an diese binden und so eine Reaktion in Gang setzen, die den Eindringling vernichtet. Bei den meisten Allergien hat das Immunsystem so genannte IgE-Antikörper gegen einen harmlosen Stoff gebildet (beispielsweise Proteine aus Erdbeeren). Wenn die IgEs an die Mastzellen des Immunsystems andocken, schütten diese Histamin aus – diese Substanz ruft entzündungsähnliche Reaktionen wie das Anschwellen der Nasenschleimhaut oder gerötete Haut hervor.

Bei echter Gefahr durch Viren, Bakterien oder Parasiten würde dies sehr helfen, den Eindringling loszuwerden. Bei einer Allergie sind die Reaktionen dagegen nur lästig oder gar gefährlich, nämlich dann, wenn es zum anaphylaktischen Schock kommt.

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