Zeugungsfähigkeit: Wasserverschmutzung macht unfruchtbar

Verunreinigungen im Wasser stören den männlichen Hormonhaushalt
Chemische Rückstände im Wasser beeinträchtigen die Fruchtbarkeit des Mannes

Testosteronblocker im Wasserkreislauf: Chemische Rückstände beeinträchtigen die männliche Fruchtbarkeit

Wasserverschmutzung macht Männer offenbar unfruchtbar. Eine Vielzahl chemischer Schadstoffe aus Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln stört nicht nur die Fortpflanzungsfähigkeit männlicher Fische, so eine britische Studie. Dieser Chemiecocktail, der über den Wasserkreislauf in den Körper gelangt, blockiere auch das Männerhormon Testosteron.

Die britischen Forscher hatten Proben aus mehreren Flüssen entnommen und konnten in den Gewässern neben Östrogen eine Vielzahl weiterer Substanzen nachweisen: Reste von Medikamenten, Pflanzenschutzmitteln und industrielle Chemikalien.

Frühere Studien hatten bereits die Folgen des weiblichen Hormons Östrogen im Wasser gezeigt: Männliche Fische wurden weiblicher oder wandelten ihr Geschlecht komplett. Das Östrogen, aus Antibabypille oder Industrie, gelangte über Abwässer in Flüsse und Seen.

"Die zunehmende Unfruchtbarkeit der Männer hat viele Gründe", so Charles Tyler von der Brunel University, "unsere Ergebnisse zeigen, dass der Chemie-Cocktail im Wasser ein Grund sein könnte."

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