Marotten: Packen Sie’s an!

Männer könne Gefühle schlechter wahrnehmen

Schlechte Angewohnheiten zum Abgewöhnen: Hier steht, wie’s klappt

Nägelkauen
„Ursachen dieser lästigen Marotte sind in vielen Fällen zu trockene Nagelbetten und brennende Hautrisse“, erklärt Professor Uwe Gieler, Hautarzt an der Uni-versitätsklinik Gießen. Abhilfe schaffen rückfettende Cremes. Bittere Lacke (zirka 6 Euro) oder aufge-gossenes Wermutkraut (etwa 2 Euro pro 100 g, beides in der Apotheke erhältlich) helfen, sich die Knabberei bewusst zu machen.

Pickel ausdrücken
„Das macht alles nur schlimmer“, sagt Dermatologe Gieler. Um sich die Quetscherei allmählich abzu-gewöhnen, reduzieren Sie die Drückzeiten im Bad. Stellen Sie zum Beispiel eine Eieruhr auf immer kürzere Zeitintervalle ein.

Ursache der Lieblingsbeschäftigung mancher Zeit-genossen an roten Ampeln sind meist Verkrustungen. Auch hier hilft häufiges Spülen. Tipp für zwanghafte Popler: den Bohrfinger mit Pflastern abkleben.

ÄH Sagen
„Das ist oft ein Zeichen für schlechte Vorbereitung oder Angst vor Gesprächspausen“, so Dr. Sigrun Lemke, Sprechwissenschaftlerin an der Uni Leipzig. Hilfreich: Tonbandaufnahmen analysieren. Bei Vorträgen sind durchgestrichene Ähs auf Ihren Merkzetteln sinnvoll.

Haben Sie solche Balz-Rituale nötig? Falls es aber einfach nur juckt, könnte trockene Haut die Ursache sein, dann hilft Fettcreme. Auch hier gilt: Rufen Sie sich den Genital-Griff ins Bewusstsein. Bitten Sie etwa einen Kumpel, Sie darauf anzusprechen.

Nase Hochziehen
Wird von Fachärzten sogar empfohlen. Der Grund: „Beim Schnäuzen kann Schleim bis in das Ohr wandern“, erklärt Dr. Bruno Schmolke vom Verband der HNO-Ärzte. Beim Rest der Menschheit kommt das abstoßende Geräusch dagegen nicht so gut an. Entschleimen Sie am besten regelmäßig Ihre Nase: täglich mit Salz-wasser spülen (eine Messerspitze Salz auf 1/4 Liter Wasser).

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