Weibliche Ejakulation: So bringen Sie Frauen zum Ejakulieren

Die weibliche Ejakulation ist Tabu und Mythos
Die weibliche Ejakulation war lange ein Tabu. Alles, was Sie über den Erguss wissen müssen

Die weibliche Ejakulation ist kein Mythos! Forscher sind dem feuchten Orgasmus auf den Grund gegangen. Wie er funktioniert und mit welchen Tricks Sie die Liebste zum Ejakulieren bringen

Frauen und ihr Körper sind ein Rätsel, sogar für Wissenschaftler. Forscher diskutieren zum Beispiel noch immer, ob der berühmte G-Punkt wirklich existiert. Ähnlich umstritten war lange die weibliche Ejakulation. Eine zunehmende Zahl an Studien belegt nun allerdings, dass es den Erguss wirklich gibt. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die lustvolle Flüssigkeit wissen müssen und wie Sie sie der Partnerin entlocken.

Wie viele Frauen tatsächlich einen Fleck auf dem Laken hinterlassen, ist nicht sicher
Wie viele Frauen tatsächlich einen Fleck auf dem Laken hinterlassen, ist nicht sicher

Was ist die weibliche Ejakulation? 

Weil sich um die geheimnisvolle Flüssigkeit der Lust viele Mythen ranken und es lange nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema gab, wurde sie oft mit dem so genannten "Squirting" verwechselt. Beim "Squirting" (das englische "squirt" bedeutet übersetzt "spritzen") entweicht bei sexueller Erregung der Frau etwas Urin aus der Harnröhre. Ein französisches Forscherteam ging dieser Sache auf den Grund und veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of sexual medicine. Die Gynäkologen untersuchten die Blasen von Frauen vor und nach dem Sex per Ultraschall. Sie stellten fest: Die Blase der Damen war nach dem Orgasmus leerer als vorher. Harn-Inkontinenz ist allerdings nicht die einzige Sache, mit der die Ejakulation verwechselt werden kann. Auch Scheidenflüssigkeit wird nicht selten für die Tröpfchen der Lust gehalten. Dieses durchsichtige und natürliche Gleitmittel produzieren die Scheidenwände bei Erregung. Je erregter eine Frau, desto mehr Flüssigkeit produziert sie.

Ejakulat der Damen ist männlichem Sperma ähnlich

Es gibt allerdings Probandinnen, die berichten, dass sie beim Orgasmus eine Flüssigkeit verlieren, die sich von Urin und dem Scheidensekret in Aussehen, Geruch und Konsistenz unterscheidet. Mittlerweile konnte die Forschung beweisen, dass das Ejakulat dem Sekret der männlichen Prostata, welches Teil der männlichen Spermaflüssigkeit ist, ähnlich ist. Ein Indiz ist das enthaltene Eiweißmolekül Prostata-Posphatase (PAP). Das Ejakulat sieht aus wie wässrige Milchlösung und ist oft mit Urin vermischt.

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Frauen beobachten ihren Körper sehr genau
Die Hälfte aller Frauen behaupten, schon einmal ejakuliert zu haben

Woher kommt das weibliche Ejakulat?

Über den Ursprung des Ejakulats im Körper war sich die Forschung lange uneinig. Es wird angenommen, dass die Flüssigkeit in den paraurethralen Drüsen gebildet wird. Entdeckt hat diese Drüsen der schottische Gynäkologe Alexander J. C. Skene, weswegen sie auch Skene-Drüsen genannt werden. Sie sitzen in einem schwammartigen Gewebe um die Harnröhre und erinnern an die männliche Prostata. Daher hat sich der Begriff "weibliche Prostata" etabliert. Bei Erregung schwillt der Bereich an und kann ertastet werden. Besser bekannt ist er unter dem Namen G-Punkt (Gräfenberg-Punkt). Das Ejakulat entweicht durch die Harnröhre und zwei Kanäle, die neben dem Harnausgang enden. Unklar ist, ob auch der so genannte PC-Muskel, der um den Scheideneingang und Harnröhrenöffnung liegt und sich beim Orgasmus mehrmals zusammenzieht, an dem Austoß des Sekrets beteiligt ist. In Pornofilmen ist oft eine simulierte Ejakulation zu sehen. Dazu wird den Darstellerinnen vorher viel Flüssigkeit in die Vagina gepumpt. In der Realität handelt es sich allerdings um kleine Tröpfchen oder wenige Milliliter.

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Die weibliche Ejakulation tritt oft bei der Selbstbefriedigung auf
Die milchige Flüssigkeit entweicht zu 53 Prozent bei der Selbstbefriedigung

Kann jede Frau ejakulieren?

Wie viele Frauen tatsächlich einen Fleck auf dem Laken hinterlassen, ist nicht sicher. US-Studien zur Sexualität ergaben, dass ein Drittel aller Frauen schon einmal vor Glück gesprudelt haben. Die Ärztin und Sexualwissenschaftlerin Sabine von Nieden befragte 309 Probaninnen. Die Hälfte gab an, mindestens einmal im Leben einen Erguss erlebt zu haben. Besonders häufig kam es bei lesbischen Paaren zum Erguss. 42 Prozent aller homosexuellen und 28 Prozent aller heterosexuellen Frauen bestätigten das. Eine Studie im British Journal of Urology International ergab, dass 53 Prozent aller Damen, die schon einmal eine Ejakulation erlebt haben, diese bei der Selbstbefriedigung hatten. 48 Prozent gaben an, beim Geschlechtsverkehr ejakuliert zu haben. Die Meinungen, welche Berührungen die weibliche Ejakulation auslösen, gehen auseinander. US-Forscher machen die Reizung der G-Zone für den Erguss verantwortlich. Die befragten Frauen der deutschen Studie hingegen gaben an, dass nur in 11 Prozent aller Fälle die Stimulation des G-Spots Auslöser war. 42 Prozent ejakulierten durch die Stimulation des Kitzlers. In der britischen Studie gaben 12 Prozent an, durch anale Stimulation abgespritzt zu haben. Sehr wahrscheinlich hängt die Art und Weise, wie eine Frau zum Ejakulieren gebracht wird, stark von ihren anatomischen Voraussetzungen ab. Eines ist allerdings gesichert: Alle, die schon einmal eine Ejakulation erlebt haben, beurteilten den Orgasmus als intensiver.

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Mit diesen 4 Tricks bringen Sie Ihre Partnerin zum Ejakulieren

Österreichische Wissenschaftler des Rudolfstiftung-Hospitals in Wien berichteten in einer 2007 veröffentlichten Studie, dass 80 Prozent aller Frauen und 90 Prozent ihrer Partner Sex inklusive der lustvollen Flüssigkeit besser finden. Sex mit Erguss ist demnach besser für Lust, Liebe und die Beziehung. Ein Grund mehr, der Partnerin die sexuelle Flüssigkeit zu entlocken. Mit diesen Techniken und Tipps gelingt es.

Weibliche Ejakulation dank intensivem Vorspiel
Verwöhnen Sie ihre Vagina, damit sie abspritzt. Diese Tipps helfen Ihnen dabei

1. Ziehen Sie Kreise um den G-Punkt

Um den feuchten Orgasmus zu erreichen, müssen Sie sich ausgiebig dem Vorspiel widmen. Dabei sollten Sie vor allem dem G-Punkt der Partnerin viel Beachtung schenken. Er liegt an der oberen Scheidenwand und ist leicht erhaben. Wenn Ihre Partnerin noch nicht sehr erregt ist, sollten Sie Ihre Fingerspitze vor dem Eindringen mit viel Gleitgel bedecken. Massieren Sie die Zone in rhythmischen Kreisbewegungen. Auch spezielle G-Punkt-Vibratoren können die Liebste mit Schwingungen auf Hochtouren bringen.

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2. Locken Sie die Ejakulation

Führen Sie 2 oder 3 Finger in ihre Scheide ein und machen Sie die "Komm-her"-Bewegung. Das bedeutet, Sie wippen mit den Fingerspitzen hin und her, als ob Sie jemanden zu sich locken wollen. Nach etwa 15 Minuten ist der G-Punkt stark angeschwollen. Je länger Sie diese Methode anwenden, desto eher hat Ihre Partnerin das Gefühl, auf Toilette zu müssen. Das bedeutet, Sie sind auf einem guten Weg.

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3. Nehmen Sie die richtige Stellung ein

Ob die Frau abspritzt, hat auch etwas mit der Stellung zu tun, in der Sie Geschlechtsverkehr haben. Versuchen Sie diese Variante der Missionarsstellung: Die Partnerin liegt mit gespreizten Beinen auf dem Rücken und legt sich ein Kissen unter den Po. Wenn Sie jetzt in sie eindringen, stimulieren Sie den G-Punkt und die Klitoris besonders.

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4. Nehmen Sie sich Zeit

Keine Sorge, falls Ihre Partnerin nicht gleich beim ersten Versuch ejakuliert. Nicht an allen Tagen ist der G-Punkt in gleichem Maße sensibel. Manche Frauen spüren dort gar nichts oder müssen sich langsam an das Gefühl gewöhnen. Die größte Wahrscheinlichkeit besteht übrigens, wenn Sie sich beim Vorspiel sehr viel Zeit nehmen und den Höhepunkt der Dame immer wieder etwas herauszögern. Durch ihre steigende Erregung haben Sie bessere Chancen, den G-Punkt zu ertasten und die genannten Handgriffe anzuwenden.

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