Neuer Job: Weihnachtsgeldes bei Firmenwechsel

Frage: Ich werde zum 1. Januar einen neuen Arbeitsplatz als Außenhandelskaufmann antreten. Mein jetziger Arbeitgeber will mir wegen des Wechsels in eine andere Firma kein Weihnachtsgeld zahlen. Ist das zulässig?
Frank Rügen, Düren
Herzrasen schon beim Anblick dieses Schreibtisches
Kein Weihnachtsgeld bei Firmenwechsel

Unsere Antwort:

"Der Tarifvertrag für Ihre Berufsgruppe gibt Ihrem Chef leider recht: Kaufmännische Angestellte im Groß- und Außenhandel haben keinen Anspruch auf Weihnachtsgeld für das zurückliegende Jahr, wenn Sie zum 1. Januar ausscheiden", sagt Sven Assmann, Rechtsanwalt, Arbeitsrecht-Experte, Hamburg. Bei Wechsel zum 1. Februar müßte das Weihnachtsgeld für 1996 aber gezahlt werden, so Assamnn. Andere Berufsgruppen haben unterschiedliche Ansprüche auf das Weihnachtsgeld. So gilt für Angestellte im Bereich Handel, Banken, Verkehr, daß das Weihnachtsgeld anteilig gezahlt werden muß. Bei einem Wechsel zum 31. März erhalten ausscheidende Mitarbeiter etwa drei Zwölftel des Gehalts. Diese Rechte gelten grundsätzlich, wenn Sie Gewerkschaftsmitglied sind oder in Ihrem Vertrag steht, daß für Sie die tariflichen Bedingungen gelten. Einige Firmen räumen den Angestellten per Vertrag noch günstigere Konditionen ein. Im Streitfall gelten Sie mehr als die Tarifbestimmungen. Zahlt ein Arbeitgeber Weinachtsgeld über Tarif, kann er den Zuschlag ab 200 Mark für das zurückliegende Jahr bis zum "Wechseltermin" 1. März zurückfordern – das ist juristisch allerdings nicht unumstritten. Urlaubsgeld wird für die meisten Berufsgruppen anteilig ausbezahlt. Wer am 30. Juni geht, bekommt 6/12 der Gesamtsumme.

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