Zahnverfärbung: Weißwein macht fleckige Zähne

Wer nacheinander Weißwein und Tee trinkt, riskiert Zahnverfärbungen

Weißwein sorgt in Kombination mit schwarzem Tee für unangenehme Einfärbungen der Zähne

Entgegen aller Erwartung kann auch Weißwein hässliche Flecken auf den Zähnen hinterlassen – jedenfalls wenn man anschließend Tee trinkt, so eine Studie der New York Universität. Zwar verfärbt auch Rotwein die Zähne. Doch während dieser seine Spuren direkt hinterlässt, ätzt die Säure des Weißweins die Zahnoberfläche an, so dass sich die Farbstoffe des Tees an ihr festsetzen können. Es ist also nicht der Weißwein allein schuld an den Verfärbungen, sondern die Kombination von Wein und (schwarzem) Tee.

Zusammen mit anderen Nahrungsmitteln kommt es allerdings nicht zu unerwünschten Nachwirkungen: "Wenn Sie Käse und Weintrauben mit dem Wein zu sich nehmen", so Studienverfasser und Kariologe (Kariesforscher) Mark Wolff, "werden Sie keine Verfärbungen sehen." Ähnlich verhält es sich auch mit Kaffee, da er weniger verfärbende Substanzen, so genannte Chromogene enthält.

Für ihre Versuchen verwendete Wolff Kuhzähne, da diese eine ähnliche Oberflächenstruktur wie Menschenzähne aufweisen. Diese tauchte er für jeweils eine Stunde in Rot- bzw. Weißwein und anschließend in Tee. Mit diesem Verfahren imitierte der Forscher nach eigenen Angaben den Weinkonsum an einem durchschnittlichen Abendessen.

Wer sich nach einem Glas Wein die Zähne putzt, um diesem unerwünschten Verfärbungseffekt zu entkommen, schiesst aber eher ein Eigentor: Denn laut Experten greift die Weinsäure die Oberflächenstruktur der Zähne an. Daher sollten Sie 40 Minuten warten, bis der Speichel die Säure auf natürliche Art neutralisiert hat.

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