Ernährungslexikon: Welches Bier passt zu mir?

Bier okay, aber nicht viel
Zu welchem Bier greifen Sie?

Alt oder Kölsch, Pils oder Weizen – nicht nur eine Geschmacksfrage. Denn jede der 40 deutschen Sorten hat eigene positive Seiten. Hier finden Sie das Bier, auf das Ihr Körper wartet

Vom kleinen Wehwehchen, bis zur idealen Nahrungsergänzung – hier finden Sie endlich die Ausreden, die Sie immer gesucht haben, um abends mit den Freunden noch einen trinken zu gehen.

Sie sind oft erkältet?
Altbier enthält die größte Ladung an Polyphenolen (173 mg/l). Und diese sekundären Pflanzenstoffe unterstützen unter anderem Ihr Immunsystem im Kampf gegen Viren und Bakterien. Ganz nebenbei schützen sie auch noch die Gefäße, beugen also Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Geschmack: Wenn man sich erst mal durch den malzig-bitteren Schaum geschluckt hat, vollmundig und weich, mit leicht süßem Aroma.

Sie haben großen Durst?
Alkoholfreies Bier ist nicht nur wegen fehlender Kater-Gefahr der ideale Durstlöscher: Es zählt zu den isotonischen Getränken, die besonders leicht die Barriere zwischen Dickdarm und Blut überwinden (da sie fast den gleichen osmotischen Druck haben wie das Blut selbst). Flüssigkeits- und Mineralienverluste werden also schnell wieder ausgeglichen.
Geschmack: ähnlich wie das „Original“, allerdings oft mit einer leicht würzeartigen Note.

Sie sind Leistungssportler?
Malzbier ist rekordverdächtig: Trauben- und Fruchtzucker bringen Sofortenergie, Zweifach- und Dreifachzucker halten die Power bis zum Schlusspfiff. Natrium (Bier-Spitzenwert: 76 mg/l) macht die für Höchstleistung wichtige Flüssigkeit schnell verfügbar. Dazu: guter Mix aus B-Vitaminen, Magnesium, Calcium, Zink plus hochwertige Aminosäuren.
Geschmack: süßlich, malzig.

Sie müssen noch Auto fahren?
Lightbier ist die Alternative zur Abstinenz. Es enthält 40 Prozent weniger Alkohol als normales Bier. Das lässt den Blutalkoholspiegel viel langsamer ansteigen – die Promillewerte sind nicht nur um 40, sondern um gute 65 Prozent niedriger (Erklärung: je mehr Flüssigkeit im Verhältnis zur Alkoholmenge in der Flasche, desto langsamer geht der Alkohol ins Blut).
Geschmack: meist milder als das „Original“.

Sie haben Stress?
Pilsener ist das beste Beruhigungsmittel: Es enthält die größte Portion an beruhigenden Bitterstoffen (im Schnitt 29 mg/ml), dazu auch das meiste Anti-Stress-Mineral Magnesium aller Biersorten (95 mg/l). Die Bierkönigin (Marktanteil: 66,5 Prozent) wird untergärig gebraut, mit viel Bitter- und Aromahopfen.
Geschmack: bitter, starke Hopfennote, feinporiger Schaum.

Sie sind Vegetarier?
Kölsch ist die beste Calciumquelle unter den deutschen Bieren (mit durchschnittlich 66 mg/l) – und dieses Mineral ist bei einer streng vegetarischen Ernährung oftmals nicht gerade im Überfluss im Körper vorhanden. Das obergärige, hellgelbe Bier darf nach einer Konvention von 1986 nur in Köln und Umgebung gebraut werden (trinken darf man es überall).
Geschmack: spritzig, hopfenbetont, aber nicht ganz so bitter wie Pilsener.

Sie lieben Fast Food?
Doppelbock ist die stärkste Waffe für alle, die ernährungsbedingt hin und wieder eine Vitaminspritze nötig haben. Im dunkelbraunen bis schwarzen Starkbier, das oft nur in den Wintermonaten, in der Fastenzeit oder im Mai erhältlich ist, steckt mehr Malz als in anderen Sorten. Und dadurch auch mehr Vitamine (vor allem Niacin, Folsäure und andere Vitamine der B-Gruppe, dazu Biotin und Vitamin D).
Geschmack: ausgeprägtes Malzaroma, leicht bitterer Abgang.

Sie brauchen viel Energie?
Weizen- oder Weißbier bietet die höchste Phosphorausbeute (Schnitt: 347 mg/l). Ohne dieses Mineral stockt die Speicherung und Übertragung von Energie im Körper. Das Bier besteht zu mindestens 50 Prozent aus Weizenmalz, gärt meist erst in der Flasche.
Geschmack: Durch hohen Kohlendioxidgehalt sehr spritzig, fruchtiges Aroma. Je nach Art klar und leicht säuerlich (Kristallweizen) oder mit starker Hefenote (Hefeweizen).

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