Surfen in München: Wellenreiten im Eisbach

Eisbach in München
Der Eisbach ist nichts für Anfänger im Wellenreiten

Die größte stehende Flusswelle Deutschlands ist gleichzeitig die einzige in einer Großstadt

Die Welle hat enormen Druck und wächst bis auf 1 Meter an. Der Eisbach ist ein Seitenarm der Isar und fließt durch den Englischen Garten, im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt. Schwerste Stelle am Spot: der Sprung von der Steinmauer.

So kommen Sie hin:
Der Münchner Bach macht neben dem Haus der Kunst die Welle. Mehr dürfen wir nicht verraten (Surfer-Kodex!), aber die Stelle ist nicht schwer zu finden (weitere Infos unter Tel. 0 89 / 23 39 65 00).
www.muenchen.de

Das müssen sie mitnehmen:
Ihr Board sollte kürzer sein als die, mit denen man im Meer surft – etwa 5,8 Fuß lang und 19,5 Inches breit (ab 400 Euro). An die Bäume am Flussufer werden manchmal Zettel mit Anzeigen für gebrauchte Bretter geheftet. Surfen Sie mit einer Leine, sonst treibt Ihr Brett ab. Ein Neopren-Anzug/-Shorty schützt Sie einerseits gegen das kalte Wasser, andererseits gegen Verletzungen, die Sie sich an den Ufermauern zuziehen könnten.

Da können Sie wohnen:
Vom Hotel Adria aus sind Sie in 2 Minuten im Englischen Garten und in 5 Minuten an der Isar – selbst dann, wenn Sie Ihr Brett unter dem Arm mitschleppen. Doppelzimmer gibt’s ab 107 Euro,
Reservierung: Tel. 0 89 / 2 42 11 70.
www.adria-muenchen.de

Diese Regeln sollten Sie unbedingt beachten:
Der Eisbach ist kein Übungsplatz! Wenn Sie Ihr Board nicht absolut im Griff haben, lassen Sie es besser sein. Sonst machen Sie sich bei anderen Surfern schnell unbeliebt. Nehmen Sie sich vor allem vor dem so genannten Hausmeister in Acht. Der Eisbach-Pionier geht mit den Neulingen nicht gerade zimperlich um. Ansonsten gilt: An beiden Ufern anstellen, nacheinander in die Welle springen.

Achtung! So entlarvt man Sie als Poser und Blender:
Wenn Sie sich vorher Ihre Haare blondiert haben und zudem eine Muschelkette um den Hals tragen.

Da tanken Sie wieder auf:
Im Biergarten am Chinesischen Turm, mit einer Riesenbrez’n und einer Maß Bier.

Da treffen Sie die Szene: Bei den Surfer-Grillpartys am Ufer.

So kommen Sie ins Gespräch:
Fragen Sie Insider nach den Anfängen des Eisbach-Surfens. Und nach den einkassierten Brettern – bis heute ist das Wellenreiten offiziell nicht erlaubt, nur geduldet.

Den müssen Sie kennen:
Den Hausmeister (siehe Regeln) – schwierige Sache an ihn heranzukommen, niemand will seinen wahren Namen preisgeben. Eins ist ganz sicher: Seinen Respekt müssen Sie sich erst mal ersurfen.

Tipps für Einsteiger:
Üben Sie in kleineren Flusswellen, bevor Sie sich in den Eisbach wagen (zum Beispiel an der Thalkirchner Floßlände im Münchner Süden). Oder am Meer – dann nehmen Sie aber unbedingt einen Surflehrer mit!

Seite 8 von 14

Sponsored SectionAnzeige