Symptom Neurodermitis: Wenn die Haut zur Folterfolie wird

Neurodermitis: Der Heuschnupfen der Haut
Kratzen tut gut, ist aber keine Lösung. Eine beruhigende Salbe kann den Juckreiz mildern

Landen Pollen auf der Haut, kann es zu wahren Kratzanfällen kommen

"Die Neurodermitis könnte man auch als den Heuschnupfen der Haut bezeichnen", sagt Professor Schöpf. "Bei manchen Personen setzen Pollen, die auf der Haut landen, eine allergische Reaktion in Gang." Stark juckende, rote und eventuell nässende Ekzeme sind die Folge. Die Haut ist meist sehr empfindlich und schuppig.

Konkrete Hilfe

Durch das Tragen von langärmeliger, dünner Baumwollbekleidung lässt sich direkter Kontakt mit Pollen weitgehend vermeiden.

"Die Anwendung von Hautschutzpräparaten an den übrigen Körperstellen kann beim Aufenthalt im Freien hilfreich sein" rät Professor Küster.

Ganz neu in der Therapie der Ekzeme ist eine Salbe, die so gut wie Cortison wirkt, aber nicht die gefürchteten Nebenwirkungen wie Hautverdünnung und Infektanfälligkeit hat. Der Wirkstoff Tacrolimus wird aus einer Pilzart gewonnen und hemmt die Produktion von Immunzellen, die für die Hautreaktion verantwortlich sind. Die Salbe wurde bereits vor einem Jahr in Japan und vor kurzem in den USA zugelassen. "Wir erwarten, dass Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres das Medikament auch in Deutschland erhältlich ist", meint Schöpf. "In besonderen Fällen kann die Tacrolimus-Salbe bereits über die internationale Apotheke bestellt werden."

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