Hirnjogging im Schlaf

Wer für Prüfungen büffeln muss, sollte sich lieber ausschlafen, als die ganze Nacht zu pauken. Forscher fanden heraus, dass das Gehirn dann schneller lernt.

Wie kontrolliert das Gehirn Lernen, Verhalten und Gedächtnis? Diese Frage stellte sich eine Forschungsgruppe der Universität Kalifornien in San Francisco. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass Schlaf für die Entwicklung des Gehirns eine große Rolle spielt.

Studienleiter Dr. Marcos Frank sagt, dass jedes Tier Schlaf braucht, sogar Fliegen. "Und trotzdem wir die Auswirkungen von Schlafmangel auf die Leistungsfähigkeit des Menschen kennen, wissen wir immer noch nicht, warum das Gehirn Schlaf braucht."

Für die Untersuchung verklebten die US-Forscher Katzen jeweils ein Auge. Nach je sechs Stunden durfte ein Teil der Miezen schlafen, der andere nicht. Sie fanden heraus, dass die ausgeschlafenen Tiere sich dabei viel schneller an die Situation anpassten.

Die Forscher fanden außerdem heraus, dass sich das Gehirn im Tiefschlaf besser anpasst, als im "Traum-Schlaf", der mit der REM-Phase in Verbindung gebracht wird, dem Rapid-Eye-Movement.

Professor Michael Stryker gibt auf Grund der Studien eine praktische Hilfe für das Lernen vor Prüfungen: "Arbeiten Sie ihren Lernstoff gründlich durch, bis Sie müde sind. Wenn Sie dann schlafen gehen, "lernt" das Gehirn genau so schnell, wie wenn Sie die ganze Nacht für Wiederholungen verwenden."

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