Wampe vorprogrammiert: Wer schnell isst, wird schneller dick

Da haben Sie ein fettes Problem: Denn wer schnell isst, wird auch schneller fett
Nicht so hastig! Wer schnell isst, wird oft dick

Fast Food macht fett? Klar, das weiß man(n) doch. Aber wussten Sie auch, dass schnelles Essen an sich – unabhängig davon was wir essen – zu Übergewicht führen kann?

Mutti hatte mal wieder recht, wenn Sie früher zu Ihnen sagte "Iss nicht so schnell, Junge!". Doch die Generation "Fast Food" ist es nicht mehr gewöhnt, die "Nahrungsaufnahme" zu genießen und schaufelt das Essen meist nur noch gedankenverloren in sich hinein. Hauptsache schnell muss es gehen. Doch hier lauert eine fette Gefahr: Wer sein Essen zu schnell runterschlingt, wird auch schneller dick und erhöht sein Risiko für Übergewicht. 

Schnelles Schlingen bis zur völligen Sättigung ist fatal

Forscher der Universität von Osaka hatten in einer Studie (2008) die Essgewohnheiten von über 3000 Menschen verglichen, von denen die Hälfte von sich behautete, sie esse zu schnell. Ergebnis: Im Vergleich zu Langsam-Essern liegt das Übergewichts-Risiko bei Schnell-Essern 84 Prozent höher. Noch riskanter lebt, wer nicht nur schnell isst, sondern auch noch so lange, bis er pappsatt ist: Dann steigt die Übergewichtswahrscheinlichkeit sogar um das Dreifache an, so die Forscher um Hiroyasu Iso.

Grund: Die schnelle Nahrungsaufnahme greift offenbar in das so genannte Signalzentrum für das Sättigungsgefühl ein. Wird der Magen zu schnell gefüllt, hat die "Zentralstelle" keine Zeit mehr, ein Warnsignal á la "Achtung, ich bin satt!" zu senden. Somit trete dann auch kein Sättigungsgefühl ein und der Betroffene esse weiter und weiter, so Ian McDonald von der englischen Universität von Nottingham zur britischen Rundfunkstation BBC. Auf Dauer führe dies zu Übergewicht.

So essen Sie wieder bewusster

Entscheiden Sie sich bewusst gegen Fast Food © ra2studio / Shutterstock.com

Damit Sie nicht Gefahr laufen, sich durch zu schnelles Schlingen eine Plauze anzufressen, sollten Sie sich Ihrem Essen wieder bewusster widmen und Ihr Essverhalten langfristig umstellen. Es ist schließlich nicht nur wichtig was wir essen, sondern auch wie und wie oft. Die "schnelle Nummer" am Imbiss tauschen Sie optimalerweise gegen gemütliches Kochen zu Hause. Verzichten Sie auf Fertigprodukte, denn lange Zutatenlisten sind selten ein Qualitätsmerkmal, sondern eher ein Warnsignal für Sie, denn hier verstecken sich häufig Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe. Auch Zucker sollten Sie weitestgehend aus Ihrem Alltag verbannen, denn das süße Gift schürt den Heihunger mehr, als das es ihn stillt.

Ein weiterer Tipp: Auch das Auge isst mit: Lieblos auf den Teller geklatsches Kartoffelpüree macht sicher weniger Appetit als beispielsweise ein farbenfrohes Püree aus Süßkartoffel und Kartoffel, dekoriert mit frischer Petersilie. Und das Wichtigste: Lassen Sie sich Zeit beim Essem, stressen Sie sich nicht und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Schon satt? Dann hören Sie auf, auch wenn's gerade noch so gut schmeckt.

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