Kalkuliertes Risiko: Wie gefährlich ist Enduro-Biking?

Enduro Bike fahren
Enduro-Biking ist nicht gefährlicher als Klettern

Mit einem Fahrrad den Berg runterrasen hört sich erstmal gefährlich an. Doch Enduro-Biking ist nicht gefährlicher als Klettern. Worauf Sie achten sollten

Enduro ist kein Knochenbrecher-Sport. Klar, Trail-Surfen macht auch mit einem normalen Touren-Bike Spaß - mehr Sicherheit, mehr Komfort und mehr Fahrvergnügen aber bringt die richtige Ausstattung des Enduro. Front- und Heckfederwege um 160 Millimeter sind perfekt für den Enduro-Einsatz. Bergab bieten sie auch bei hohem Tempo und in ruppigen Gelände genügend Hub. "Die voll gefederten Bikes bügeln mühelos grobe Unebenheiten aus" , sagt Cube-Teamfahrer Andrè Wagenknecht.

Vor Fahrfehlern und Stürzen schützt aber auch die beste Ausstattung nicht. Darum sind neben dem obligatorischen Helm auch Protektoren, etwa an Knie und Ellenbogen, Pflicht. 

Ungefährlicher Untergrund: Darauf können Sie abfahren
Ob auf weichem Waldboden, steinigen Wegen oder Schotterpisten: Dem Enduro-Spaß sind in Sachen Untergrund keine Grenzen gesetzt. Jedoch sind nicht alle Böden gleichermaßen für Einsteiger und Profis geeignet. "Enduro-Einsteiger sollten sich Locations mit herrlich flowigen Wald-Trails suchen, das heißt: einen Boden, auf dem das Rad immer genug Halt hat", rät Enduro-Profi Andrè Wagenknecht. Geröllige Böden sind Enduro-Neulingen nicht zu empfehlen, denn: "Die sind technisch äußerst anspruchsvoll - Einsteiger rutschen dort schnell weg, weil der Reifen sich nicht wirklich gut abstützen kann."

Wenn Sie sich beim Enduro Biken an diese 5 Bergab-Gebote halten, steht dem Abfahrtsvergnügen nichts im Weg.

1. Augen auf  "Je vorausschauender Sie fahren, desto sicherer sind sie unterwegs", sagt Profi Andrè Wagenknecht. Wie weit Sie vorausschauen sollten, richtet sich nach Ihrem Tempo: auf Speed-Abschnitten bis zu 30 Meter, in engen, kurvigen Passagen eher nur wenige Meter. 

2. Hintern hoch Je aktiver Sie sich mit dem Rad bewegen, desto geschmeidiger wird die Abfahrt. Deshalb die Ellenbogenspitzen nach außen richten (das puffert Unebenheiten ab), das Gesäß aus dem Sattel heben (so können Sie den Schwerpunkt schneller verlagern).

3. Hirn ein Die Abfahrt ist erst zu Ende, wenn Sie unten im Tal vom Bike absteigen. Bleiben Sie auch auf scheinbar harmlosen Streckenabschnitten jederzeit voll konzentriert - jede Unachtsamkeit kann zum Sturz führen.

4. Pedale gerade Halten Sie auch in engen Kurven die Pedale immer waagerecht: "Dann können Sie besser ausbalancieren und das Rad besser steuern", erläutert Wagenknecht. 

5. Tempo anziehen Geschwindigkeit stabilisiert. Überfahren Sie etwa Wurzelteppiche zu langsam, bleiben die Räder and jeder Erhebung hängen. Fahren Sie möglichst rechtwinklig darauf zu, vertrauen Sie der Federung des Rades.

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