Interview: Wie geht´s Ihrem Krokodil, Herr Lacoste?

Philippe Lacoste
Philippe Lacoste und das berühmte Polo

Ein kurzes Gespräch mit Philippe Lacoste über die Krise des Familienunternehmens, den Neuanfang, das berüchtigte Polohemd und den neuen Herrenduft Style in Play

BF: Lacoste war die Trendmarke der 80er. Warum verschwand sie?
Lacoste: Verschwunden ist meiner Ansicht nach eine zu harte Bezeichnung, denn im Sportbereich waren wir nach wie vor aktiv und beliebt. Aber es stimmt, dass Lacoste zuletzt etwas altmodisch war. Mit dem Designer Christophe Lemaire haben wir unser Image geändert.

Wie?
Lacoste: In jedem Bereich. Die Kleidung ist frecher, modischer, körperbetonter geworden. Außerdem haben wir sehr moderne Lacoste-Boutiquen eröffnet. Kurz gesagt: Wir haben uns dem Lebensgefühl unserer Kunden angepasst.

Das Lacoste-Produkt schlechthin ist das Polohemd. Erschwert das den Verkauf anderer Sachen?
Lacoste: Es stimmt, dass viele Menschen mit Lacoste das Poloshirt verbinden. Heute beträgt der Verkaufsanteil des Poloshirts etwa 25 Prozent, und wir sind sehr stark im Accessoires-Verkauf. Wir haben uns zu einer Lifestyle-Marke entwickelt.

Warum kommt jetzt ein neuer Herrenduft auf den Markt?
Lacoste: Bisher gibt es zwei Lacoste-Düfte: einen Damen-, einen Herrenduft. Sie sind sehr elegant. Style in Play dagegen ist ideal für den Tag.

MENSCH UND FIRMA
Philippe Lacoste (37, zweifacher Vater, Enkel des Firmengründers René) gehört zur Lacoste-Geschäftsleitung. Das Unternehmen verkauft 25 Millionen Produkte in 109 Ländern, Umsatz: zirka 800 Millionen Euro.

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