Ultraharter US-Fitness-Trend: Wie ist ein Hurricane aufgebaut?

Beim Hurricane-Training machen Sie  3-mal 3 Sätze von Athletik- und Laufpart
Beim Hurricane-Training machen Sie 3-mal 3 Sätze von Athletik- und Laufpart

Hurricane-Training setzt sich aus 2 Teilen zusammen: einem Athletik- und einem Laufpart

Der Athletikteil enthält 2 Übungen für Oberkörper und Rumpf (je 10 bis 20 Wiederholungen, beispielsweise  10 Liegestütze und 15 Crunches). Der Laufpart folgt unmittelbar darauf, er umfasst eine zirka 30-sekündige Variante des Sprints (geradeaus, um Markierungen herum, Kniehebelauf o. Ä.).

Dies alles absolvieren Sie 3-mal nacheinander ohne Pause. Dann 90 Sekunden ruhen, wieder von vorne, noch mal 90 Sekunden Pause und ein letzter Durchgang. „Insgesamt machen Sie also 3-mal 3 Sätze von Athletik- und Laufpart“, sagt Sascha Wingenfeld, Personal Trainer und Gesundheitsberater aus Fulda. Er wurde von Martin Rooney im Hurricane-Training ausgebildet, hat im Frühjahr 2013 beim Men’s-Health-Trainingscamp in Andalusien erfolgreich Kurse gegeben und die Workouts für die Selbsttests konzipiert.

Men's Health Workout: Training For Hurricanes
Hurricanes im Video

Was bringt Hurricane-Training?

„Es baut Muskelmasse auf, sorgt für super Ausdauerwerte und verbessert zudem die mentale Stärke“, erklärt Rooney. Ihr Körper erhält eine Vielzahl von unterschiedlichen Trainingsreizen und -anforderungen aus Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit. Das Resultat ist ein sehr komplexer Trainingseffekt in sehr kurzer Zeit – eine Einheit dauert nur 10 bis 20 Minuten. Dieses Training geht, der Name sagt es schon, wie ein Wirbelsturm durch alle Konditionsbereiche Ihres Körpers und ist deshalb nicht nur für MMA-Kämpfer, sondern für alle Sportler bestens geeignet.

Für wen ist das Ganze geeignet?

Für jeden. Das Schöne am Hurricane-Training ist, dass Sie die Intensität individuell an Ihre sportlichen Vorerfahrungen und den aktuellen Leistungsstand anpassen können, indem Sie Komplexität und Schwierigkeitsgrad der Kraftübungen und der Sprints variieren. „Für jeden Sportler aus jeder Leistungsklasse und Sportart stellt Hurricane-Training eine Bereicherung des Trainingsalltags dar“, erläutert Wingenfeld. „Der Körper wird dabei so umfassend gefordert wie bei kaum einer anderen Trainingsform.

Der Anfänger baut Muskulatur auf, verbrennt Fett und trainiert seinen Körper von Anfang an umfassend in allen Bereichen. Leistungs-sportler werden noch schneller, noch beweglicher und erreichen im athletischen Bereich eine höhere anaerobe Belastungstoleranz.“

Wie oft soll man so trainieren?

Sie denken, in puncto Intensität kann Sie gar nichts mehr schocken? Dann müssen wir Sie warnen: Hurricane-Training ist echt die Härte! Sie werden dabei in kürzester Zeit höchsten Belastungen ausgesetzt. Coach Wingenfeld: „Wegen der hohen Intensität dieses Trainings sollten Sie es als Anfänger höchstens ein-, als Profi maximal 2-mal pro Woche durchführen. Weitere intensive Trainingseinheiten würden Ihren Körper kräftemäßig überfordern.“

Sind die Übungen frei wählbar?

Ja, sind sie. Das Hurricane-Training bietet eine ungeheure Vielfalt. Eines der Haupttrainingsziele des Systems besteht darin, dem Körper ständig neue Aufgaben zu geben und ihn immer wieder unterschiedlichen Trainingsreizen auszusetzen. „Auf die Art bleiben Sie flexibel, koordinations- und reaktionsfreudig“, erklärt Wingenfeld. Erhöhen Sie etwa die Inhalte jedes Satzes, um den Effekt zu verstärken. Oder variieren Sie, indem Sie etwa Übungen mit dem eigenem Körpergewicht und Kugelhantel-Einheiten kombinieren. Um das Ganze anschaulicher darzustellen, haben 3 Teilnehmer am Men’s-Health-Camp das Hurricane-Training einem Praxistest unterzogen. Deren Resultate und Erfahrungsberichte finden Sie in unserer Bilderhalerie. Nachahmer sollten immer den wichtigsten Grundsatz dieser Trainingsform beherzigen: Trainieren Sie stets so, dass Sie auch den letzten Satz noch mit Power und technisch sauber ausführen können. Getreu Martin Rooneys Motto: „Last set is best set!“

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