Bandverschleiß: Wie mache ich Lederarmbänder haltbar?

Frage: Meine neue Uhr hat ein Lederarmband, das nach mehrmaligem Nasswerden ziemlich übel riecht. Was tue ich dagegen?
Daniel Lehner, Zürich
Mit Feinlederpaste verhindern Sie das Eindringen von Flüssigkeit ins Leder
Lassen Sie das Lederarmband mehrere Tage auslüften

Unsere Antwort:

Nasses Leder neigt dazu, sich zusammenzuziehen, wenn es trocknet. Es hat ein großes Speichervermögen für Flüssigkeiten und saugt dementsprechend nicht nur Wasser, sondern auch Ihren Schweiß auf. Dieser kann im Leder nach einiger Zeit einen sehr unangenehmen Geruch absondern. Um dem vorzubeugen, können Sie das Band gegen Nässe schützen.

"Mit speziellen Imprägnierungssprays oder einer Feinlederpaste können Sie das Eindringen der Flüssigkeit leicht bremsen. Allerdings verhindert es das Aufsaugen nicht vollkommen. Die Uhr sollte man deshalb zum Baden besser abnehmen", erklärt Hans Dieter Kloos vom Bundesverband Lederwaren in Offenbach.

Außerdem: "Häufig ist zwischen dem Leder Schaumstoff, damit es fülliger erscheint. Und das verstärkt den Effekt des Aufsaugens noch weiter. Das Leder fängt an, faulig zu werden, und nimmt einen strengen Geruch an. Deshalb sollten Sie das Armband mehrere Tage auslüften lassen." Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, können Sie das Leder auch mit Essigwasser (1:10 verdünnt) einreiben und in Plastik luftdicht eingewickelt über Nacht liegen lassen, dies entschärft den Geruch. Anschließend sollte das Armband noch einmal mehrere Tage auslüften, bevor es wieder getragen wird. Generell gilt für Lederarmbänder eine durchschnittliche Lebensdauer von einem Jahr. Alles, was Ihr Band mehr aushält, ist Zugabe.

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