Klaren Kopf behalten: Wie schütze ich mich vor Schizophrenie?

Frage: In meiner Verwandtschaft ist ein Fall von Schizophrenie aufgetreten. Ist diese Krankheit vererbbar und kann man irgendwie vorbeugen, vielleicht durch Sport oder Vitamine?
C. W., per E-Mail
Sind sie gefährdet?
Auch wenn Fälle von Schizophrenie in Ihrer Familie belegt sind, müssen Sie noch lange nicht gefährdet sein

Unsere Antwort:

Einige Forscher glauben zwar, dass Mangelernährung eine mögliche Ursache von Schizophrenie (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, zerfahrenes Denken) sein kann, aber es gibt keine eindeutigen Hinweise, dass man durch ein besonderes Ernährungsprogramm den Schutz vor einer Erkrankung erhöhen kann. "Man sollte sich ganz normal ernähren – vielfältig und vitaminreich", erklärt Dipl.-Psychologe Jürgen Wiesenhütter vom Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID).

Ebenso günstig wirken sich ein gut funktionierendes soziales Umfeld und die Fähigkeit zur Stressbewältigung aus - dabei kann auch Sport eine positive Rolle spielen. Übrigens muss man sich nicht übermäßig sorgen, wenn in der Verwandtschaft ein Fall von Schizophrenie auftritt. "Selbst wenn ein Eltern- oder Geschwisterteil an der Geisteskrankheit leidet, wird das eigene Risiko auf nicht höher als 10 bis 15 Prozent geschätzt", so Wiesenhütter.

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