Fitness-Uni: Wie sieht Faszien-Training überhaupt aus?

Wie sieht Faszien-Training überhaupt aus?
Frage von Jan Schmied, per Mail

Stephan Geisler lehrt an der IST-Hochschule in Düsseldorf. Bei uns beantwortet der Sportwissenschaftler Ihre Fragen zum Krafttraining, diesmal zum Thema Faszien-Training

F: Wie sieht Faszien-Training überhaupt aus?

A: Faszien-Training kann dynamisch sein, also in etwa wie ein Reaktiv-Krafttraining beispielsweise mit kleinen Sprüngen für die unteren Extremitäten. Weiterhin gibt es das noch viel bekanntere Fascial-Release-Training, bei dem die Hüllen der Muskulatur geglätten und auseinandergezogen werden. Dadurch steigern Sie Ihre Beweglichkeit und Ihr Wohlbefinden.

Der ganze Körper wird von Faszien umhüllt. Seitlich am Oberschenkel findet man eine sehr dicke Faszie, die sogenannte Fascia Lata, die bis zur Hüfte verläuft, um der Beinmuskulatur Halt und Spannung zu geben. Leider ist diese Faszie auch häufig sehr verspannt und beeinträchtigt so oftmals die Beweglichkeit des Hüftgelenks beeinträchtigen. Für ein Faszien-Rollout können Sie sich eine Faszienrolle schnappen, auf die Sie sich seitlich legen. Stützen Sie sich mit dem anderen Bein ab, um die Last nicht übermäßig zu erschweren. Suchen Sie sich nun einen Schmerzpunkt, auf dem Sie Ihr Gewicht bewusst konzentrieren. Rollen Sie nun entlang der Faszie langsam und kontrolliert auf und ab. Achtung: Hier wird es oft schmerzhaft. Nehmen Sie sich 1 bis 2 Minuten, bevor Sie die Seite wechseln.

Diese Technik können Sie am ganzen Körper an verschiedensten Schmerzpunkten durchführen. Mein Tipp für Läufer: unbedingt auf der Wadenmuskulatur rollen, um dort die verklebten Faszien zu lösen.

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