Die erste Stadt: Wien – österreichisches Flair

Von der Hofburg bis zum Stephansdom – Die Stadt hat eine Menge zu bieten

Was soll ich Ihnen in der Kürze über Wien sagen und was weglassen? Also, die Sehenswürdigkeiten Wiens würden auch für 25 Metropolen reichen, der historische Kern der Stadt ist so wunderbar erhalten, dass jeder Spaziergang zur Reise in die Vergangenheit wird, und es gibt eine unvergleichliche Kaffeehauskultur.

Wien
Nicht mal die Pferde staunen über uns

Der größte Nachteil der Stadt sind die Touristen. Ganz Wien ist eine stadtgewordene Attraktion, und die unzähligen Fiaker, Kleinkünstler, Souvenirstände, Sightseeing-Gruppen und Hobbyfotografen können auch nerven. Mit echten Wienern kommt man als Besucher eher nicht ins Gespräch. Wenn doch, sind sie aber nett. Wir sind morgens um neun Uhr in Wien angekommen, haben nach zwei Runden durch die Innenstadt unser Auto auf einen bewachten Parkplatz gestellt (freche 20 Euro Miete) und die Stadt zu Fuß erobert: Stephansdom, Naturhistorisches Museum (die Saurier!), Burgtheater, Oper und natürlich die Hofburg. Wussten Sie, dass Kaiserin Sissi einen Fitness-Raum hatte?

Das sollten Sie gemacht haben: Nicht billig, aber gut: Leisten Sie sich einen Fremdenführer, der Ihnen nur das zeigt, was Sie auch interessiert, etwa Architektur (120 Euro für drei Stunden, www.austriaguides.com)

Zehn Stunden und drei Wiener Melange später haben wir Wien wieder verlassen. Müde, aber froh. Auch weil wir wussten, dass wir es nicht weit haben zu unserem ersten Campingplatz. Richtung Slowakei.

Camping
Immerhin hat Frau Blunz Streichhölzer für uns, so dass wir unseren Grill befeuern können

Ich will nicht nörgeln, Camping hat sicher seinen Reiz. Nur welchen? Die Duschen am anderen Ende des Platzes, den muffigen Platzwart oder Herrn und Frau Blunz aus Neu-Ulm mit ihrem „Knaus Sport 500 QDK“- Wohnwagen, Satellitenschüssel und Udo-Jürgens-Schlagern auf dem Stellplatz gegenüber?

Immerhin hat Frau Blunz Streichhölzer für uns, so dass wir unseren Grill befeuern können und wenig später deutsches Bier und österreichische Maiskolben verzehren, während uns von drüben „Griechischer Wein“ entgegendudelt. Wir sind direkt am Neusiedler See auf dem ersten Campingplatz, der uns vor die Motorhaube kam. Keine halbe Stunde von Wien. Klappt doch – und schön ist es hier!

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