Fleischkonsum: Wildfleisch mit Blei belastet

Warnung vor Gesundheitsschäden durch Blei in Wildfleisch
Blei in Wildfleisch stellt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar

Gefährliche Munition: Bundesinstitut warnt vor dem Verzehr von Wild, das mit Blei geschossen wurde

Der regelmäßige Verzehr von Wildfleisch kann gesundheitliche Langzeitschäden verursachen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die von Jägern am häufigsten verwendete bleihaltige Munition hinterlasse Bleisplitter tief im Fleisch der Tiere. Auch das großzügige Entfernen des Fleisches um die Einschussstelle sei kein Garant, eine gesundheitliche Belastung zu vermeiden.

Blei ist ein giftiges Schwermetall. Eine erhöhte Konzentration im Körper kann Blutbildung, innere Organe sowie das zentrale Nervensystem schädigen. Symptome einer Bleivergiftung sind beispielsweise Muskellähmungen, Verwirrung, Gedächtnisverlust und Blutarmut. Blei lagert sich zudem in den Knochen ab und kann zu einer Beeinträchtigung der Intelligenz führen.

Die allgemeine Bleiaufnahme über den Verzehr von Lebensmitteln ist in Deutschland relativ hoch. Besonders Innereien von Schlachttieren und Muscheln haben einen hohen Bleigrenzwert. Daher weist das BfR eindringlich auf das Risiko von bleibelastetem Wildfleisch hin.

Vorwiegend ginge eine Gefahr für Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch aus. Gefährdet seien außerdem Jägerhaushalte, die häufiger Wildfleisch zu sich nehmen.

In Deutschland werden laut Bundesinstitut durchschnittlich ein bis zwei Wildmahlzeiten pro Jahr verzehrt. Der Deutsche Jägerschutzverband warne zwar vor Panikmache. Dennoch reagiere er mit der Teilnahme an weiteren Studien und Umfragen. Zudem fordere der Verband die Hersteller auf, unbedenkliche Munition auf den Markt zu bringen.

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