Sylvenstein-Stausee: Wildwasserschwimmen bei Lenggries

Ohne Guide und Absicherung sollten Sie beim Wildwasserschwimmen nie ins Wasser gehen
Ohne Guide sollten Sie beim Wildwasser-Schwimmen nie ins Wasser gehen

Weite und enge Teilstücke wechseln sich ab, ein ruhiges Plätschern verwandelt sich plötzlich in einen reißenden Strom. So sind Sie bestens aufs Wildwasserschwimmen vorbereitet

800 Meter lang ist die Wildwasserpassage in der Nähe des Sylvenstein-Speichers. Die Strecke ist extrem gegensätzlich. Schwerste Stelle am Spot: Wasserfall vorm so genannten Riesenklo.

So kommen Sie hin:
Lenggries liegt an der B13, 10 Kilometer südlich von Bad Tölz. Von dort fahren Sie etwa 20 Minuten in Richtung Achensee/Österreich. Ein professioneller Guide führt Sie dann zur Location – beispielsweise einer von den Münchner Outdoor-Freaks (für etwa 80 Euro zu buchen, Tel. 0 89 / 60 01 98 98).
www.outdoor-freaks.de

Das müssen Sie mitnehmen:
Lediglich ein Paar alte Turnschuhe, keine Wanderstiefel, die saugen sich voll und werden schwer. Das restliche Equipment gibt’s vom Veranstalter. Dazu gehören: ein Neoprenanzug mit Handschuhen und Haube, ein Helm, eine Taucherbrille und eine Notrufpfeife.

Diese Regeln sollten Sie dort unbedingt einhalten:
Gehen Sie niemals ohne Guide ins Wasser, das hier ist kein Planschbecken! Achten Sie auf die Wasseramseln, die ihre Nester in Felsspalten bauen. Schwimmen Sie zu nah heran, geben die gefährdeten Tiere womöglich ihre Brut auf.

Achtung! So entlarvt man Sie als Poser und Blender:
Falls Sie sich im Brustschwimmen versuchen. Durch das Wildwasser lässt man sich treiben – und zwar auf dem Rücken liegend und mit den Beinen voraus, damit man sich von Hindernissen abstoßen kann.

Da tanken Sie wieder auf: Auf der Tour haben Sie garantiert keinen Hunger. Auf dem Rückweg können Sie dann in der Pizzeria Papagallo in Bad Tölz eine Rast einlegen (Buchener Str. 28, Vorbestellungen: Tel. 0 80 41 / 7 36 86).

Da treffen Sie die Szene: im Wasser.

So kommen Sie ins Gespräch:
Fragen Sie mal nach dem 7 Meter hohen Felsvorsprung hinter dem Riesenklo-Wasserfall und wie Sie von dort aus zwischen den Felswänden am besten in die Tiefe springen können (in der Hocke).

Den müssen Sie kennen:
Tom Kaules ist Wildwasser-Guide bei den Outdoor-Freaks. Wenn Sie mit ihm schwimmen, erzählt er Ihnen etwa so ganz nebenbei, wo man in in der Landeshauptstadt München für schlappe 5,80 Euro All-you-can-eat-Shrimps kriegt.

Tipps für Einsteiger:
Häufigster Anfängerfehler: auftauchen und sofort einatmen. Wenn eine Schaumkrone (bis zu 40 Zentimeter hoch) auf der Wasseroberfläche sitzt, erschlucken Sie sich heftigst. Also, erst Augen aufmachen, dann atmen.

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