Asiatische Rezepte: So bereiten Sie Wok-Gerichte richtig lecker zu

So bereiten Sie Wok-Gerichte richtig zu
Die asiatische Küche ist bunt und frisch. Mit uns bekommen Sie Wok-Gerichten auch zu Hause lecker hin

Wok-Gerichte gehen blitzschnell und sind einfach zuzubereiten. Also Messer wetzen, Gemüse schnippeln und Wok anfeuern! So schnell, frisch und gesund haben Sie noch nie gekocht

Schon mal einen dicken Chinesen gesehen? Nein? Kein Wunder! „Die chinesische Küche ist die gesündeste der Welt“, sagt Hinnerk von Bargen aus Rotenburg an der Wümme. Der gelernte Koch hat international Karriere gemacht und lehrt derzeit beim CIA. Nein, nicht die CIA, an das Sie jetzt denken, sondern das Culinary Institute of America in New York, eine renommierte Kochschule. Davor arbeitete von Bargen unter anderem als stellvertretender Küchenchef im Kempinski-Hotel in Peking, wo er die wahre chinesische Cuisine kennen- und lieben lernte. 

Die asiatische Küche ist bunt und frisch
Die Zutaten in der asiatischen Küche: Frisch, knackig und gesund

Das macht die asiatische Küche so gesund

Die Vielzahl traditioneller Speisen in China ist genauso beeindruckend wie ihre Aromavielfalt. Gewürze wie Ingwer, Szechuan-Pfeffer oder Sternanis in Kombination mit frischen Kräutern und Würzpasten vereinen sich im Wok innerhalb von Minuten zu einer fernöstlichen Gaumenfreude. Durch kurze Garzeiten bleiben Vitamine und Geschmack des Gemüses erhalten. Frische und Qualität der Zutaten stehen im Vordergrund. Dies ist bei China-Restaurants oder Imbissen in Deutschland leider nicht immer der Fall.

Fettiges Fast Food am Asia-Imbiss

Denn was hier oft auf den Teller oder in die Pappbox kommt, hat nicht mehr viel mit der Kochkultur Chinas zu tun. Die Gerichte haben sich häufig in dicke Kalorienbomben verwandelt. „Sie werden in einer fettigen Soße ertränkt, wodurch am Ende nur noch eine Art Pampe auf dem Teller landet“, so der Koch. Die Portionen sind oft unverhältnismäßig groß und kalorienreich. Eine überladene Portion Eierbratnudeln mit süßsaurer Soße etwa schlägt mit 1173 Kalorien auf die Wampe. Zum Vergleich: Ein mittelgroßes Big-Mac-Menü mit Pommes und Cola hat insgesamt nur 905 Kalorien, und das ist auch schon zu viel.

Im China-Imbiss gibt es viele fettige Versuchungen © its_al_dente / Shutterstock.com

Besondere Vorsicht ist bei allen knusprig gebratenen oder frittierten Speisen wie gebratener Ente geboten, denn zusammen mit einer kohlenhydratreichen Beilage wie Reis landet man schnell über 1000 Kalorien. Notlösung: Wer die Ente von ihrer knusprigen Haut befreit, der spart 200 bis 300 Kalorien. Gedämpfte Fisch- oder Fleischsorten und knackiges Wok-Gemüse stellen die gesündere Alternative dar. Besonders das Grünzeug ist gut für Ihr Sixpack, weil es wenig Kalorien hat, dafür aber einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Diese Pflanzenbestandteile bremsen die Kalorienaufnahme im Verdauungstrakt und helfen zusätzlich beim Abnehmen.

Geheimtipps der asiatischen Küche

11 Alleskönner-Zutaten, mit denen Sie jedes westliche Gericht in eine asiatische Köstlichkeit verwandeln: 

  1. Hoisin-Soße: Süß-scharfe Soße aus Sojabohnen, Zucker, Knoblauch, Essig, Chili und Salz, die sich als Dip oder als Marinade (pur oder verdünnt) für Schwein, Lachs und Hähnchen eignet.
  2. Fischsoße/Sojasoße: Ihre Aromen verleihen Suppen, Wok-Gerichten, Marinaden die typisch würzige, salzige Note.
  3. 5-Gewürze-Pulver: Gewürz-Kombi aus Sternanis, Szechuan-Pfeffer, chinesischem Zimt, Fenchelsamen und Gewürznelke. Probieren Sie das: 100 Gramm Mandeln (gehackt oder als Blättchen) mit ½ TL des Pulvers mischen, auf einem Backblech verteilen, das mit leicht gefettetem Backpapier ausgelegt wurde. 10 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen, nach 5 Minuten wenden. Die Mandeln über gebratenes Gemüse streuen.
  4. Kokosmilch: Ihre cremige Konsistenz macht sie zu einer beliebten Basis von Suppen und Soßen.
  5. Chinesischer Reiswein: Der bekannteste heißt Shaoxing (auch: Shao Hsing), mit einem Alkoholgehalt von 14 bis 18 Prozent. Er wird zum Kochen genutzt oder warm (niemals gekühlt!) getrunken. Probieren Sie ein Salatdressing aus 2 TL Erdnussöl, 2 TL Reiswein, 1 TL dunklem Sesamöl, 2 TL Sojasoße, 1 TL gehacktem Ingwer, mit 1 Prise Chiliflocken verfeinert.
  6. Erdnussöl: Es lässt sich höher erhitzen als die meisten anderen Öle. Eignet sich sowohl zum Frittieren als auch zum scharfen Anbraten. So machen Sie Asia-Pommes: Erdnussöl im Wok stark erhitzen. Süßkartoffel in lange, dünne Streifen schneiden und 5 Minuten in heißem Fett frittieren. Am Ende grob abtupfen und mit Rosmarin und Pfeffer abschmecken.
  7. Koriander: Frisch gehackt variiert er von zitronig-pfeffrig bis säuerlich-scharf
  8. Ingwer: Die Wurzel liefert aromatische Schärfe. Peppen Sie Marinaden, Suppen oder Dressings mit gehacktem oder geriebenem frischem Ingwer auf. Auch gut zu süßen Desserts oder Kuchen.
  9. Soba-Nudeln: Die Buchweizennudeln mit viel Eiweiß und Vitamin B schmecken in Suppen und gebraten.
  10. Sriracha-Soße: Leckere Würzsoße aus Chili, Essig, Knoblauch, Zucker und Salz – zu kaufen im Asia-Laden.
  11. Szechuanpfeffer: Sein Geschmack ist pfeffrig-scharf mit einer leichten Zitrusnote.

Rocken Sie den Wok!

Um die volle Kontrolle über alle Zutaten zu haben, greifen Sie am besten selbst zum Wok! Das Kochen chinesischer Köstlichkeiten ist überhaupt nicht schwierig, geht ruck, zuck und gelingt eigentlich immer. Bei der Gelegenheit können Sie auch mal versuchen, mit Stäbchen zu essen. Da das für ungeübte europäische Finger langsamer geht als mit Messer und Gabel, futtern Sie automatisch weniger. Das Sättigungsgefühl stellt sich ein, bevor Sie zu viel in sich hineinschaufeln.

So machen sie in nur 4 Schritten das perfekte Wok-Gericht

© Joshua-Resnick / Shutterstock.com

Schritt 1: Gerade so viel Erdnussöl (1 - 2 EL) in den Wok geben, dass der Boden bedeckt ist. Das Öl bis knapp unter den Rauchpunkt (160 - 180 Grad) erhitzen. Um zu testen, ob das Öl heiß genug ist, einen Holzlöffel hineinhalten. Bilden sich kleine Bläschen am Holz, ist die richtige Temperatur erreicht. Kurz schwenken, damit das Öl sich besser verteilt. Nach Belieben Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Geflügel zugeben, 3 - 5 Min scharf anbraten. Ständig rühren, damit alles optimal gart und nichts anbrennt.

Schritt 2: Fleisch aus dem Wok nehmen und beiseitestellen. Wok mit kaltem Wasser ausspülen und von Eiweiß- und Fettresten befreien, da diese brennen können. Danach trocken tupfen, wieder auf den Herd stellen und erneut 1 bis 2 Esslöffel Öl hinzufügen. Nun jeweils 1 Teelöffel dünn geschnittene Ingwer- und Knoblauchscheiben zugeben und ungefähr 15 Sekunden unter Rühren darin braten, bis ein aromatischer Duft entsteht.

Schritt 3: Mundgerecht geschnittenes Gemüse in den Wok geben und für mindestens 2 Minuten unter Rühren braten. Hartes Gemüse wie Karotten dünn schneiden, da die Garzeit bis zu 5 Minuten betragen kann. Die Hitze ist auf dem Wokboden am größten, zum Rand hin nimmt sie ab. Daher können Sie Gemüse mit verschiedenen Garzeiten gleichzeitig zubereiten. Wok-Gemüse darf nicht matschig sein – stets kleine Mengen braten, falls nötig nacheinander. Sonst ist die Hitze nicht groß genug, Sie dünsten statt zu braten.

Schritt 4: Am Ende einen Schuss Reiswein eingießen, 30 Sekunden köcheln lassen, dann das angebratene Fleisch, eine Prise Maisstärke und ungefähr 80 Milliliter Brühe dazugeben. Das Ganze für 1 Minute andicken lassen und abschließend mit einem Spritzer Sojasoße abrunden. Aber Vorsicht bei der Dosierung: Sojasoße ist sehr salzig! Wer mag, fügt noch etwas Austernsoße hinzu (harmoniert besonders gut mit Fisch). Immer in der gleichen Menge wie die Sojasoße verwenden.

Auf den Wok, fertig, looooos: unsere besten Wokgerichte in der Bildergalerie

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