Von Stress bis Zeugung: Worauf Sie ab 30 achten sollten

Ab 30: Langsam müssen Sie anfangen, die kritischen Stellen Ihres Körpers in Schwung zu halten
Ab 30: Langsam müssen Sie anfangen, die kritischen Stellen Ihres Körpers in Schwung zu halten

Mit 30 ist der Körper zwar noch robust, trotzdem lohnt es sich, unter anderem die Region rund ums beste Stück zu checken

So vermeiden Sie Distress
Negativer Stress heißt Distress. "Chronischer Distress erhöht Blutdruck, Blutfette und Gerinnungsfaktoren und schädigt so über eine Verstärkung der Arteriosklerose das Herz-Kreislauf-System", erklärt Professor Siegrist vom Institut für Medizinische Soziologie der Uni Düsseldorf. Leider wird das nicht immer rechtzeitig erkannt, denn chronischer Distress spielt in vielen Fällen von plötzlichem Herztod eine große Rolle. "Man sollte frühzeitig seine typischen Distress-Situationen analysieren und sich fragen, was falsch läuft und wie sich etwas ändern lässt", rät Siegrist. Entspannungsübungen sind übrigens nicht nur bei Bluthochdruck sinnvoll. "Yoga lässt auch die Blutfette sinken", sagt der Experte.

Chronischer Distress – Chronischer Distress entsteht zum Beispiel, wenn im Berufsleben trotz großer Anstrengungen gute Ergebnisse ausbleiben oder entsprechende Belohnungen versagt werden. Weitere Beispiele für mögliche Distress-Situationen: eine ausbleibende Beförderung oder Entlassung aus Rationalisierungsgründen.

Geschwüre im Verdauungstrakt: Geerbt?

Ob im Magen oder Zwölffingerdarm ein Geschwür entsteht, hängt neben der erblichen Veranlagung vom Lebensstil ab. Stress fördert die Entstehung von Geschwüren, ebenso Alkohol, Nikotin, einige Schmerzmedikamente und Cortison. Achten Sie deshalb verstärkt auf eine regelmäßige Nahrungsaufnahme, dosieren Sie Tee, Kaffee, Alkohol und Nikotin in Maßen und nehmen Sie nicht ohne den Arzt zu fragen über einen längeren Zeitraum Schmerzmittel ein. Auch das Bakterium Helicobacter pylori kann Geschwüre verursachen. Hier muss jedoch ein Arzt nach entsprechender Diagnose gezielt mit Antibiotika und Säureblockern behandeln. "Neueren Studien zufolge muss allerdings nicht jeder positive Helicobacter-Befund therapiert werden" sagt Gastroenterologe Dr. Martin Strauch aus München.

Mehr im Internet:
Ursachen und Heilmethoden bei einem Magengeschwür: m-ww.de

Wenn's juckt: Hämorrhoiden

Jucken am Darmausgang, Blut am Klopapier, Schmerzen beim Stuhlgang – für Hämorrhoiden muss man weder dick noch alt sein. Für eine sinnvolle Vorbeugung übrigens auch nicht: Eine Ernährung reich an Ballaststoffen sorgt für eine problemlose Verdauung. Alle Nahrungsmittel, die Ihnen nach ein paar Stunden Ärger machen, gehören von der Speisekarte gestrichen. Hämorrhoidenverdächtig sind zum Beispiel scharfe Gewürze, gebratenes Fleisch und koffeinhaltige Getränke. Regelmäßige Bewegung hält den Darm fit und beugt Übergewicht vor. Als Sofortmaßnahme versprechen Wannenbäder mit entzündungshemmender Kamille am ehesten Aussicht auf Linderung. Wenn das alles nichts hilft, steht allerdings ein Arztbesuch an.

Mehr im Internet:
Informationen zu Beschwerden mit dem Endddarm, Behandlungsmethoden und Neuigkeiten:
proktologie.de

Menüplaner, das Ernährungstagebuch und eine Ernährungsanalyse helfen gesünder zu essen:
foodplaner.de

Ermitteln Sie Ihre Risiko-Faktoren, damit Sie nicht eine böse Überraschung erleben
Ermitteln Sie Ihre Risiko-Faktoren, damit Sie nicht eine böse Überraschung erleben

Risikofaktoren ermitteln: Herz-Kreislauf-Check

"Von 30 bis 45 ist es sinnvoll, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen alle ein bis drei Jahre zu ermitteln", rät der Medizinsoziologe Professor Siegrist von der Uni Düsseldorf, mit zunehmendem Alter öfter. Wer seine Risikofaktoren im Griff hat, muss nicht mit bösen Überraschungen rechnen.

 

Die Risikofaktoren für das Herz:

  • Bluthochdruck
  • hohe Blutfettwerte
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Bewegungsmangel

Mehr im Internet:
Risiko-Test und Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Schlaganfall: 
schlaganfall-hilfe.de

Risiko-Test bei Herzerkrankungen und Informationen zum Thema Kardiologie:
medizinfo.com/kardio

Gefäß geplatzt: Nasenbluten

Hinter gelegentlichem Nasenbluten steckt meist eine ausgetrocknete Nasenschleimhaut. Nach einem heftigen Schneuzer platzt dann eines der oberflächlichen Blutgefäße. Indem Sie die Luft feucht halten, beseitigen Sie das Problem oft auf einfache Weise. Auch Nasensprays oder Spülungen mit isotonischen Salzlösungen können helfen. Bestimmte Speisen und Getränke haben einen hohen Gehalt an Salicylaten, die die Blutungsneigung erhöhen. Wer häufig unter Nasenbluten leidet, sollte darum den Konsum von Kaffee, Tee, Äpfeln, Pflaumen und Tomaten einschränken. "Bei ständigem Nasenbluten muss allerdings nach der Ursache geforscht werden", rät HNO-Arzt Professor Klaus Seifert aus Neumünster. "Bösartige Tumore im Nasenbereich machen sich nämlich auf diese Weise frühzeitig bemerkbar."

Kümmern Sie sich um Ihr bestes Stück

Unangenehmer Druck beim Ejakulatieren: Prostataentzündung?

Sie tun es oft und würden es gerne öfter tun, wäre da nicht dieser unangenehme Druck bei der Ejakulation. "Oft steckt eine Prostataentzündung hinter dem Druck bei der Ejakulation", erklärt der Hamburger Urologe Professor Hartmut Porst. So können Sie dem Problem vorbeugen:

  • Meiden Sie Kälte im Schritt, etwa das Tragen nasser Badehosen.
  • Sorgen Sie für reichlich Sex – so werden im Zweifelsfall die Keime aus der Prostata gespült.
  • Meiden Sie holprige Fahrradstrecken und steigen Sie nicht auf harte Sättel – so werden Mikroverletzungen der Prostata vermieden.
  • Analverkehr nur mit Kondom – Darmbakterien dringen dann nicht so leicht zur Prostata vor.

Mehr im Internet:

  • Hilfe bei sexuellen Funktionsstörungen: isg-info.de
  • Heribert Schorn von der Urologischen Klinik Bamberg betreibt seit Jahren eine sehr erfolgreiche Internet-Sprechstunde für Männer: andrologie.de
  • Informationen rund um männertypische Probleme; von der Pubertät bis zu den männlichen Wechseljahren. Männerarztadressliste und viele Links: frag-einen-maennerarzt.de

Schon wieder zu früh: Vorzeitige Ejakulation

Wer beim Sex dauernd zu früh am Ziel ist, hat meist gar kein so großes Problem, wie er glaubt. Stress, Leistungsdruck und Partnerschaftsprobleme sind am häufigsten Schuld an den ungeplanten Schnellschüssen. "Oft handelt es sich um eine vorübergehende psychische Störung, die gar nicht behandelt werden muss", erklärt der Frankfurter Sexualmediziner Dr. Haydar Karatepe.

Die Selbsthilfe beginnt mit Gymnastik für das Gesäß: Ziehen Sie zur Stärkung der Beckenmuskulatur bis zu 70-mal pro Tag im Sitzen oder Stehen das Gesäß zusammen. Weiter geht es dann mit der Start-Stopp-Methode: Zögern Sie den kritischen Punkt immer wieder hinaus, zuerst beim Onanieren, später dann Hand in Hand mit Ihrer Partnerin. Sobald die Verzögerungstaktik gut klappt, dürfen Sie wieder richtig loslegen. Nützt das alles nichts, sollte ein Arzt die Hormone FSH, LH, Testosteron sowie TSH bestimmen. Für schwere Fälle kann eine Nebenwirkung des Antidepressivums Sertralin genutzt werden: "Damit lässt sich sowohl die vorzeitige Ejakulation als auch die oft gleichzeitig vorhandene Angst davor behandeln", so Dr. Karatepe.

Vater werden: Zeugungsfähigkeit

Sie haben die Welt bereist, sind Porsche gefahren und haben einen Baum gepflanzt. Nun wollen Sie noch einen Sohn zeugen und Ihrer zukünftigen Familie ein Heim errichten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei der Zeugung Erfolg haben, ist gar nicht so gering:

  • Jeder Hoden bildet rund 1500 Spermien pro Sekunde.
  • Spermien bewegen sich schwimmend mit einer Geschwindigkeit von rund drei Millimetern pro Sekunde.
  • Ein einzelnes Spermium benötigt 100 Tage für Bildung, Reifung und den anschließenden Weg durch die Samenleiter und Nebenhoden.
  • 30 bis 60 Minuten nach der Ejakulation erreichen die Spermien die Eileiter im weiblichen Genitaltrakt.
  • In der Vagina überleben Spermien maximal sechs Stunden.
  • Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Spermiums im Eileiter beträgt vier Tage.
1099 VP Spermien
Nur die beiden Spermien links haben eine Chance, alle anderen sind nicht zeugungsfähig.

Wenn Sie sich allerdings schon seit mehr als zwei Jahren erfolglos um Nachwuchs bemühen, sind Sie nach offizieller Definition unfruchtbar. Was hilft dann?

  • Klären Sie, an wem es liegt. Ein Androloge kann im Spermiogramm die Spermienzahl(s. Abbildung oben), ihre Beweglichkeit und Gestalt prüfen.
  • Lassen Sie Krampfadern am Hodensack veröden – das bringt in drei von vier Fällen Erfolg.
  • Ernähren Sie sich vitaminreich – das fördert die Spermienbildung und schützt vor Schäden während ihrer Entwicklungsphase.
  • Viele Arzneimittel senken Spermienanzahl- und qualität. Lesen Sie deshalb vor der Einnahme von Medikamenten stets die Beipackzettel.
  • Überschreiten Sie beim Sport nicht Ihre Belastungsgrenze. Die Ausschüttung des Stresshormons Cortison stört sonst die Produktion und die Reifung der Spermien.
  • Neigen Sie den Fahrradsattel ein wenig nach vorn. Sie vermeiden dadurch eine Schädigung der Blutgefäße im gesamten Genitalbereich.
  • Spermien mögen keine Hitze. Verzichten Sie deshalb vorübergehend auf Saunabesuche und Sitzheizung.
  • Sex setzt Testosteron frei und kurbelt die Spermienproduktion an.
    -Mit jedem enthaltsamen Tag steigt die Anzahl der Spermien um rund 15 Millionen pro Milliliter

Jede Menge Infos im Internet

  • Hilfe bei sexuellen Funktionsstörungen: isg-info.de
  • Heribert Schorn von der Urologischen Klinik Bamberg betreibt seit mehrerenJahren eine sehr erfolgreiche Internet-Sprechstunde für Männer: andrologie.de
  • Informationen rund um männertypische Probleme; von der Pubertät bis zu den männlichen Wechseljahren. Männerarztadressliste und viele Links: frag-einen-maennerarzt.de
  • Der Urologe Porst beschreibt kurz die Verbreitung und Ursachen der Erektilen Dysfunktion: porst-hamburg.de
  • Informationen für Impotenz-Betroffene. Telefonnummern, Selbsthilfegruppe und professionelle Hilfe: impotenz-selbsthilfe.com
  • Der Arzt M. Pfreunder informiert auf seiner Homepage über Sexualprobleme und deren Behandlung: sexualberatung-online.de
  • Erläuterungen zum Thema Sexualprobleme, Chatforum und Beschreibungen der Hilfsmittel: impodoc.de
  • Ausführliche Informationen zu Sexualstörungen des Mannes, Methoden und Behandlung: m-ww.de
Was tun gegen Schnarchen?
Eine der häufigsten Ursachen fürs Schnarchen ist ein schlaffer Gaumen

Ursachen & Tipps bei Apnoe: Schnarchen

Alle Frauen lieben Sie, aber nachts hat es noch keine länger als zehn Minuten neben Ihnen ausgehalten. Könnte es vielleicht sein, dass Sie schnarchen wie ein betrunkener kanadischer Holzfäller?

 

 

Die häufigsten Ursachen extremen Schnarchens

  • mehr als 20 Prozent Übergewicht
  • hoher abendlicher Alkoholkonsum
  • behinderte Nasenatmung
  • sinkende Elastizität der Schleimhäute von Nase, Rachen, Gaumen
  • nach hinten fallende Zunge.

Übung zur Stärkung des Gaumens

Ein schlaffer Gaumen zählt zu den häufigsten Ursachen des Schnarchens. Ein paar kurze Übungen zur Kräftigung der Gaumenmuskulatur, die Sie regelmäßig kurz vor dem Einschlafen ausführen sollten, bringen Hilfe:

  • Klemmen Sie sich für zehn Minuten eine Zahnbürste zwischen Ihre Zähne und halten Sie sie fest.
  • Pressen Sie bei geschlossenem Mund Ihre Zunge für ein paar Minuten mit aller Kraft gegen die Zähne Ihres Unterkiefers.
  • Drücken Sie für etwa eine Minute Ihren Unterkiefer ganz fest nach
    hinten und versuchen Sie dabei, mit Ihren Kiefermuskeln dem Druck standzuhalten. Diese Übung sollten Sie mehrmals wiederholen.

Weitere Mittel gegen Schnarchen

  • Verzichten Sie abends konsequent auf Alkohol.
  • Lassen Sie probeweise und nach Rücksprache mit dem Arzt verschriebene Medikamente wie Beruhigungs- und Allergiemittel weg.
  • Schlafen Sie bei offenem Fenster, setzen Sie einen Luftbefeuchter ein.
  • Versuchen Sie, Ihr Übergewicht abzubauen, lassen Sie es auf keinen Fall weiter ansteigen.
  • Bei zu engen Nasengängen können mitunter Nasenpflaster helfen.
  • Versuchen Sie, die ganze Nacht auf der Seite zu schlafen.
  • Noch ein Grund mehr: Lassen Sie das Rauchen sein!

Mehr im Internet:

  • Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin; sehr ausführliche, hilfreiche Ratgeber, Termine, Adressen von Schlaflaboren: uni-marburg.de/sleep/dgsm
  • Deutsch Akademie für Gesundheit und Schlaf; verständliche Patienteninformationen, Veranstaltungen und Literaturempfehlungen: dags.de

 

Tiefe Einblicke: Mit gepflegten Zähnen kein Problem!
Zähne sind ein hohes Gut, dass Sie pflegen sollten

Pflege-Tipps: Zahnfleisch

Der größte Gegner Ihres makellosen Lächelns ist die Kombination von Zahnbelägen mit den darunter wuchernden Bakterien. 

Alle sechs Monate zum Zahnarzt zu gehen – mit Zahnfleisch-Check auf Taschenbildungen und Parodontose – ist für viele Männer selbstverständlich. Allerdings fragt dabei nur jeder Zweite nach Tipps für die korrekte Zahnpflege. "Obwohl Sie durch die richtige Zahnhygiene viel Ärger vermeiden können", so der Düsseldorfer Zahnarzt Dr. Wolfgang Richter.

Sieben Tipps für die Zahnpflege

  • Sanft, aber gründlich bürsten – zwei-mal täglich zwei bis vier Minuten.
  • Zunge bürsten – von hinten nach vorne, denn auch dort können sich Bakterien verstecken.
  • Einmal die Woche die Zahnzwischen-räume mit Zahnseide fädeln.
  • Ist nach dem Essen keine Zahnbürste zur Hand, tun es auch ein Zahnpflege-Kaugummi oder Wasser.
  • Öfter mal rohes Gemüse essen – die Fasern reinigen und stimulieren das Zahnfleisch.
  • Mehrmals täglich eine Zahnfleischmassage mit dem Zeigefinger fördert die Durchblutung.

Surftipps
Tipps und Tricks, ein Lexikon und Informationen zu Zahnpflegeprodukten: prodente.de

Ab zum Arzt: Hier kann nur der Doktor helfen

Was der Arzt checken sollteWer gecheckt werden sollWie oft?
Finger und Füße (beim Hautarzt: Warzen, Hornhauteinbuchtungen durch Bakterien, Pilz zwischen den Zehen, Nagelpilz)jeder, der an sich Veränderungen entdeckt (Farbveränderungen, Rötungen, Hautablösungen)alle zwei Jahre
Mundhöhle (beim Hautarzt: Frühstadien von Krebs der Schleimhäute)Raucher und jeder, der gerne mal trinktjährlich
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