Von Antrieb bis Verstopfung: Worauf Sie ab 50 achten sollten

Mit kleinen Tricks überlisten Sie Ihre Lethargie
Mit kleinen Tricks überlisten Sie Ihre Lethargie

Mit 50 fängt der Körper an nachzulassen. Das schlägt auch auf die Psyche. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tricks Sie sowohl physisch als auch mental am Ball bleiben

Antriebslosigkeit: Ein paar müde Tage sind von Zeit zu Zeit ganz normal. Wer aber tagein, tagaus über Motivationsmangel klagt, sollte im wahrsten Sinne des Wortes aktiv werden „Möglicherweise spielt ein niedriger Östrogenspiegel bei Antriebsarmut und chronischer Müdigkeit ebenso eine Rolle wie ein gesunkener Testosteronspiegel“, sagt der Hamburger Urologe Professor Porst. Vor dem Besuch beim Arzt lohnt es allerdings, mit unserem Notprogramm die Motivation anzukurbeln.

  • Fünfmal tief Luft holen: die Luft dabei zuerst in den Bauch atmen und dann in den Brustkorb. Das bringt den Kreislauf auf Trab. Bitte jedes Mal auch wieder ausatmen.
  • Zwei Tassen Kaffee trinken: mehr nicht, sonst kehrt sich der Weckeffekt des Koffeins ins Gegenteil um.
  • Einen Kurzschlaf machen: nicht länger als zehn Minuten, so geht das Gefühl bleischwerer Müdigkeit weg.
  • Eine Action-Phase einlegen: Besser als eine kurze Rauchpause sind zehn Stockwerke Treppen, die man runter- und rauflaufen kann.
  • Einen Eiweiß-Snack essen: Das hebt den Energie-Level für rund drei Stunden an. Ideal ist z. B. ein Energieriegel aus dem Reformhaus.
  • Das Gesicht waschen: natürlich mit kaltem Wasser – die Erfrischung verjagt für mindestens eine Stunde jeden Anflug von Müdigkeit.

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Heribert Schorn von der Urologischen Klinik Bamberg betreibt seit mehreren Jahren eine sehr erfolgreiche Internet-Sprechstunde für Männer:
www.andrologie.de

Informationen rund um männertypische Probleme; von der Pubertät bis zu den männlichen Wechseljahren. Männerarztadressliste und viele Links:
www.frag-einen-maennerarzt.de

Nicht nur Ihr Herz wird sich freuen, wenn Sie abnehmen
Die Vermessung des Herzens: Checken Sie Ihre Risiken

Infarkt-Gefahr: Herz-Kreislauf-Check

„Herzinfarkte sind in dieser Altersgruppe besonders häufig“, weiß Professor Johannes Siegrist, Direktor des Instituts für Medizinische Soziologie der Universität Düsseldorf. Der einzige Weg, es nicht zu dem in drei von zehn Fällen tödlich verlaufenden „final shut-down“ der Herzkranzgefäße kommen zu lassen, ist ein gesunder Lebensstil in Verbindung mit alljährlichen Herz-Kreislauf-Checks. „Man sollte vor allem auf die Frühwarnzeichen für einen in naher Zukunft drohenden Infarkt achten“, so Siegrist. Das sind:

  • plötzliche Erschöpfungszustände ohne eine plausible Erklärung,
  • depressive Zustände,
  • allgemeine Unlust,
  • ungeklärte Schlafstörungen.

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Risiko-Test und Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Schlaganfall:
schlaganfall-hilfe.de

Pflegebedürftig: Lymphsystem

Das Lymphsystem ist ein Geflecht von feinen Kanälen und gehört zu den wichtigsten Organen des Körpers. Es produziert Immunzellen wie die Lymphozyten, sammelt und beseitigt Abfallstoffe wie Bakterien, entartete Zellen, Pilze und Staub und schützt so z. B. das Blut vor dem Zustrom giftiger Stoffe. Außerdem regelt es den Abtransport von Flüssigkeit aus dem Gewebe.

Lymphknoten arbeiten dabei wie zwischengeschaltete Filterstationen. Ohne ein solches „Abwassersystem“ könnte ein Mensch nicht leben. Verletzungen, darunter besonders Knochenbrüche am Fuß, können zu einem Stau von Lymphflüssigkeit führen. Für ein gut funktionierendes Lymphsystem können Sie am meisten tun, wenn Sie auf Ihr Gewicht achten, sich gesund und salzarm ernähren, nicht zu enge Schuhe oder Kleidungsstücke tragen und mit Alkohol zurückhaltend umgehen. Jede länger andauernde unklare Lymphknotenschwellung muss untersucht werden.

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Menüplaner, das Ernährungstagebuch und eine Ernährungsanalyse helfen gesünder zu essen:
www.foodplaner.de

Prostatakrebs kann womöglich zukünftig schneller diagnostiziert werden
Ein gesunder Lebensstil ist im Alter wichtiger denn je

Gutartiges Wachstum der Vorsteherdrüse: Prostatavergrößerung

Um das 50. Lebensjahr herum beginnt häufig die Vorsteherdrüse durch ein gutartiges Wachstum die Harnröhre einzuengen. Die Folgen sind im Extremfall ein verzögerter Beginn des Wasserlassens, häufiger Harndrang und garantiert der letzte Platz bei allen Weitpinkel-Wettbewerben. Damit die Suche nach einer Toilette nicht zum beherrschenden Thema Ihres Tagesablaufs wird, können Sie einiges tun:

  • Essen wie die Asiaten: Frisches Obst, Gemüse, Reis, Vollkorn- und Sojaprodukte enthalten sogenannte Phytoöstrogene und Phytohormone, die hierzulande bei beginnenden Prostataproblemen in Form pflanzlicher Arzneimittel eingesetzt werden.
  • Für mehr Bewegung sorgen, um Kreislauf und Durchblutung anzuregen und die muskulären Anteile der Prostata zu entspannen.
  • Lange Fahrradfahrten meiden.
  • Keine körperlichen Belastungen mit voller Blase riskieren.
  • Kälte und Feuchtigkeit meiden.
  • Weniger Alkohol und kalte Getränke zu sich nehmen, damit sich die Prostata nicht verkrampft.
  • Mehr Ballaststoffe zu sich nehmen, um eine Verstopfung zu vermeiden.
  • Öfter mal ein Sitzbad in einer Mischung aus Kamille und Heublumen nehmen, so dass sich auch die Prostata entspannen kann.
  • Beim jährlichen Prostata-Check durch den Urologen die Behandlungsoptionen diskutieren (Phyto-pharmaka, synthetische Arzneien, Operation mit Laser, Ultraschall oder Elektroschlinge); Krebs durch einen Tastbefund, eventuell durch Ultraschall und die Bestimmung des PSA-Wertes ausschließen lassen.

Heribert Schorn von der Urologischen Klinik Bamberg betreibt seit mehrerer Jahren eine sehr erfolgreiche Internet-Sprechstunde für Männer:
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Jodsalz her: Schilddrüse

Auch wenn die wahre Schönheit angeblich von innen kommen soll: Ein Kropf macht Männer nicht unbedingt attraktiver. Schilddrüsenerkrankungen sind in dieser Altersgruppe laut Statistischem Bundesamt besonders häufig. Mit einer betont jodhaltigen Ernährung (z. B. Seefisch, Jodsalz) sind allerdings die Maßnahmen zur Vorbeugung von Schilddrüsenproblemen ausgeschöpft. Bei ersten Anzeichen sollten Sie so früh wie möglich beim Arzt einen Test auf das Steuerhormon TSH sowie eine Ultraschalluntersuchung vornehmen lassen.

Sieben Alarmsignale der Schilddrüse

  • hoher Puls
  • Herzrhythmusstörungen
  • Zittrigkeit
  • Nervosität
  • Gereiztheit
  • warme Haut
  • Gewichtsabnahme

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Informationen zur Schilddrüsenunterfunktion:
www.m-ww.de

Verstopfung

Wer gleich eine innere Vergiftung befürchtet, weil es einmal am Tag nicht klappt, kann aufatmen: Alles zwischen zweimal am Tag und zweimal die Woche ist normal. Erst wer seltener als zweimal pro Woche Stuhlgang hat, könnte unter Verstopfung leiden. Bevor Sie allerdings Ihr Geld in die Apotheke bringen und für irgendwelche Abführmittel ausgeben, sollten Sie lieber erst die folgenden Tipps ausprobieren:

  • Für den Gang zum WC immer ausreichend Zeit einplanen.
  • Den Stuhlgang nicht unterdrücken, dadurch leidet der Entleerungsreflex.
  • Mehr körperliche Bewegung hilft auch dem Darm auf die Sprünge.
  • Zwei Liter täglich sind das Trink-Minimum, am besten sind zucker- und koffeinfreie Getränke.
  • Ein Pflaumensaft noch vor dem Frühstück kann Wunder wirken.
  • 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag in Form von frischem Gemüse, Salat, Obst, Kartoffeln, Müsli und Vollkornbrot sind die Grundvoraussetzung für eine problemlose Verdauung.
  • An Fleisch, Wurst, Weißbrot und Mehlspeisen darf und sollte auf jeden Fall gespart werden.

Ab zum Arzt: Hier kann nur der Doktor helfen

Bei diesen Problemen sollten Sie gleich zum Arzt gehen:

Was der Arzt checken sollteWer gecheckt werden sollWie oft?
Nieren-Check (beim Urologen oder Internisten: Ultraschall wegen bösartiger Hypernephrome)jeder (sobald Blut im Urin auftritt, sofort zum Arzt)jährlich
Sehtest (Alterssichtigkeit: Messen der Umstellungsfähigkeit der Linsen von nah auf fern)jederjährlich

Erklärungen, Behandlungsmethoden und Prognose für Nierenkarzinome:
www.m-ww.de

Erläuterungen zur Alterssichtigkeit:
www.m-ww.de

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