Praktischer Gerstensaft: Wozu Bier wirklich taugt

Beim Biereinschenken macht Übung den Meister
Alleskönner: Bier ist weit mehr als nur ein Getränk.

Egal, ob Sie reich werden wollen, perfekt im Haushalt oder in der Wildnis überleben müssen – mit Bier schaffen Sie es

Sie trinken Bier? Was für eine Verschwendung! In wenigen Stunden landet es in der Toilette. Dabei ist der Gerstensaft ein Helfer in allen Lebenslagen – nicht nur bei Durst. Bier birgt bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Reich werden

Bislang mussten Sie für Bier Geld ausgeben. Jetzt kriegen Sie welches zurück: als Trinker und Sammler. Besonders hohe Preise erzielt man mit alten Bierflaschen (leer), fehlbedruckten Dosen und seltenen Bierdeckeln (ohne Flecken). Auch ungewöhnliche Kronkorken zahlen sich aus, wenn sie nicht verbogen sind (Tipp: beim Öffnen eine große Münze auf den Verschluss pressen).

Das Horten alter Bierutensilien ist zu langwierig? Dann lassen Sie Ihren Geldbeutel direkt von den Brauereien füllen: Die meisten sind Aktiengesellschaften. Und wie hoch deren Umsatz, Gewinn und damit Ihre Dividende ausfällt, entscheiden Sie als Aktionär: an der Theke und im Getränkemarkt.

Der dritte Weg, in Zukunft immer flüssig zu sein: Kaufen Sie sich ein Kalb (kriegt man zurzeit ja beim Bauern um die Ecke praktisch umsonst) und geben Sie ihm ordentlich Bier. Und zwar als Flüssigfutter und via Massage. Nach einem Jahr verkaufen Sie es dann nach Japan: Für 100 Gramm des so erzeugten Kobe-Beefs zahlt man dort bis zu 150 Euro.

11 Biersorten im Kalorienduell
Zweckentfremdet als Putzmittel oder Insektenbekämpfung zeigt Bier seine Fähigkeiten

Bier als Putzmittel

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum die Kupferkessel in Brauereien so blitzeblank sind? Weil die Braumeister sie mit Bier polieren. Das können Sie doch auch. Und zwar nicht nur mit alten Kupfertöpfen: Erfahrene Hausfrauen empfehlen Bier zur Reinigung von Zinn. Schrubben Sie Ihre Becher und die diversen Pokale mit warmem Bier und weicher Bürste, anschließend mit einem Poliertuch gründlich nachreiben.

Die nächste Putzstelle: Ihre schwarzen Schuhe. Ein Ei verquirlen, nacheinander 1 TL Essig, 2 TL Bier, 1 TL Ruß und einige Tropfen Petroleum unterrühren. Den gelungenen Ersatz einer Schuhcreme mit einem Tuch auftragen, kurz antrocknen lassen und blank polieren.

Und auch bei der Möbelpflege geht’s nicht ohne Bier – zumindest, wenn Tisch, Schrank oder Bett aus Eiche sind. Gegen kleine Flecken hilft eine Abreibung mit Bier. Bei Härtefällen braucht der Gerstensaft Unterstützung: 1 EL Bienenwachs im Wasserbad schmelzen, kurz abkühlen lassen (darf nicht fest werden), 300 ml Bier und 2 TL Zucker unterrühren. Mit weichem Pinsel aufs Holz streichen, trocknen lassen und polieren.

Schmutz ist nicht der einzige Feind des perfekten Hausmanns: Dass Bier Schnecken in die Falle lockt, ist bekannt. Zum kühlen Blonden sagen aber auch Kakerlaken nicht nein: Tränken Sie ein Handtuch mit Bier und legen Sie es über Nacht an warmen Stellen aus. Morgens müssen Sie das Kuscheltuch dann nur noch einsammeln und entsorgen, am besten in kochendem Wasser.

Auch beim Camping-Trip darf Bier auf keinen Fall fehlen

In der Wildnis länger überleben

Die Wildnis kann ganz schön wild sein. Gut, dass Sie nicht ohne Bier losgezogen sind. Denn das bringt sie zurück nach Hause. Bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten Sie Ihren Hunger stillen: Es gibt Fisch. Zuerst machen Sie den Köder unwiderstehlich, indem Sie ihn in einem Sud aus Bier und Walnussblättern tränken.

Den Fang schuppen Sie dann mit einer Kronkorken-Bürste ab (drei bis vier Kronkorken in Ein-Zentimeter- Abständen auf ein Stück Holz kleben oder nageln, die Zackenränder kratzen die Schuppen weg wie nichts) und kochen ihn auf offenem Feuer (in einer geköpften Bierdose).

Nachdem Sie das Feuer gelöscht haben (womit, versteht sich von selbst), machen Sie sich auf den Heimweg. Wo Ihr Heim liegt, bestimmen Sie mit dem Notkompass: Bier in eine flache Schale kippen, eine Nadel magnetisieren (in eine Richtung über Seide streichen) und schwimmen lassen. Die Nadel zeigt nach Zuckungen in Nord-Süd-Richtung. Sie sind ohne Seidenhöschen unterwegs?

Dann bleibt nur noch eins: Senden Sie Notsignale aus. Mit dem Boden einer Bierdose oder einer Flasche ein paar Sonnenstrahlen einfangen und nach oben spiegeln, dabei den Reflektor leicht hin- und herbewegen. Mit etwas Glück entdeckt Sie so ein vorbeifliegender Pilot. Wenn nicht, können wir nur hoffen, dass Ihre Biervorräte wenigstens noch für ein paar Tage reichen.

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