Urlaub beim Zahnarzt: Behandlung im Ausland

Sie können Zahnbehandlung und Urlaub miteinander verbinden
Wer clever handelt, kann den Urlaub mit einem Zahnarztbesuch verbinden - und dabei auch noch sparen

Wem die Behandlungskosten in Deutschland zu teuer sind, hat die Möglichkeit, ins Ausland auszuweichen

Ärzte in Grenzländern wie Polen und Tschechien, aber auch auch in Urlaubsländern wie Spanien bieten in vielen Fällen den gleichen Service, stellen aber deutlich niedrigere Rechnungen. Dies ist der große Vorteil der Auslandoption. Der Nachteil: Gerät ein Patient an einen Pfuscher, kann er Ihn nur mit Mühe oder gar nicht auf Schadensersatz verklagen.

Die Kosten
Teuer wird es in Deutschland, wenn es um Implantate geht. Kostet ein Implantat für einen Zahn 2000 Euro, zahlt die gesetzliche Krankenkasse lediglich den Regelsatz für Zahnersatz dazu, 278 Euro. Den Rest, etwa 1700 Euro, zahlt der Patient. Je billiger also die Ausgangsrechnung, desto billiger wird also die Endrechnung.

In Polen beispielsweise kann ein Patient in einer angesehenen Klinik bis zu 30 Prozent sparen, in Ungarn, Tschechien und Spanien bis zu 50 Prozent. Handelt es sich dann beispielsweise um eine größere Behandlung (mehre Implantete), könnte man eine Zahnbehandlung locker mit einem Urlaub kombinieren und zusätzlich noch Geld sparen.

Wählen Sie Ihren Zahnarzt sorgfältig aus
Wählen Sie Ihren Zahnarzt sorgfältig aus

Keine Schnellschüsse: Die Vorbereitung

Eine Zahnbehandlung im Ausland sollten Sie sorgfältig recherchieren und planen

  1. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt zunächst einen Heil- und Kostenplan (HKP) erstellen. Sie müssen ja wissen, was Ihnen (bzw. Ihren Zähnen) überhaupt feht und außerdem muss auch der Arzt im Ausland wissen, was Sie von ihm wollen.
  2. Lassen Sie diesen Plan dann von Ihrer Krankenkasse checken. Damit stellen Sie sicher, dass diese Ihnen am Ende auch den Zuschuss zahlt.
  3. Erst dann sollten Sie beginnen, nach geeigneten Ärzten und Kliniken im Ausland zu suchen und die preise zu vergleichen. Doch dabei Vorsicht: Suchen Sie sich Arzt und Klinik im Ausland sorgfältig aus. Seien Sie misstrauisch, nehmen Sie sich Zeit und überprüfen Sie die Referenzen. Kennen Sie jemanden, der dort bereits behandelt worden ist?
  4. Abreise: Wenn Sie genau wissen, welche Behandlung Sie benötigen, mit Ihrer Krankenkasse den Zuschuss besprochen und mit dem sorgfältig ausgesuchten Arzt im Ausland einen Preis ausgehandelt haben, dann kann’s losgehen. Denken Sie daran, dass einige Ärzte und Krankenkasse sofort Bares sehen wollen.
  5. Schicken Sie die Auslandsrechnung an Ihre Krankenkasse, damit Sie ihren Zuschuss bekommen.

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse an, ob diese Sie vorher berät und gegebeennfalls für Korrekturen aufkommt. Einige Betriebskrankenkassen (Dr. Oettker, Esso, Metro Kaufhof, futur) sowie die AOKs Bayern, Baden-Würtemberg, Rheinland, Hamburg zahlen für Korrekturen nicht. Andere wiederum verweigern Rechtsbeistand und Nachuntersuchung. Die meisten Krankenkassen haben wiederum Verträge mit Kliniken im Ausland.

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