Filmtipp "The World’s End": Zechtour in den Weltuntergang

Trailer zum Film
Trailer zum Film "The World's End"

Fünf Kumpels, 12 Pubs, viel Bier und die Apokalypse. In „The World’s End“ wird aus einer harmlosen Kneipentour eine herrlich komische Science-Fiction-Parodie

Es ist ein episches Abenteuer für echte Kerle: Fünf Schulfreunde kehren nach 20 Jahren in ihre Heimatstadt zurück, um sich erneut an der dortigen, berüchtigten Kneipentour zu versuchen. Das Ziel: 12 Bier in 12 Pubs an einem Abend. Was als Kumpel-Komödie mit Sauf- und Midlife-Crisis-Gags beginnt, enttarnt sich bald als verrückte Sci-Fi-Satire mit Globalisierungskritik. Denn die verschlafene Kleinstadt ist von Aliens übernommen worden, die nicht nur versuchen, unsere 5 Freunde bei ihrem Pub Crawl zu stören. Die fiesen Robotermenschen wollen auch noch die Weltherrschaft an sich zu reißen. Klingt bescheuert? Ganz und gar nicht. Das Konzept von The World’s End ist so absurd und verrückt, dass es schon wieder brillant ist. Das Regie- und Autoren-Team Edgar Wright und Simon Pegg hat bereits 2004 das Zombie-Genre mit ihrer Parodie Shaun of the Dead ordentlich durchgewirbelt. In The World’s End schießen sie mit viel Bier und britischem Humor gegen die Globalisierung  und die Gleichschaltung der Menschen. Auch wenn die notwendige Konsequenz ist, dass die Welt dabei untergeht.

Epische Kneipentour: 12 Bier in den 12 Pubs der Stadt
Epische Kneipentour: 12 Bier in den 12 Pubs der Stadt

Darum geht’s in The World’s End: Gary (Simon Pegg) ist 40 und erkennt, dass er seit seinem Schulabschluss nichts aus seinem Leben gemacht hat. Auch das Erwachsenwerden hat er ignoriert. Um die Zeit vor 20 Jahren wieder aufleben zu lassen, überredet er seine Schulfreunde (Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman und Eddie Marsan), mit ihm in ihren Heimatort zurückzukehren, um noch einmal die so genannte Goldene Meile zu absolvieren: 12 Bier in den 12 Pubs der Stadt. An dieser legendären Zechtour sind die Jungs damals kläglich gescheitert. Diesmal will Gary es endlich bis in die letzte Bar, das „World’s End“, schaffen. Bei ihrer Sauf-Tour durch die verschlafene Kleinstadt Newton Haven kommen allerdings nicht nur unausgesprochene Konflikte von früher wieder ans Licht, sondern auch eine weitreichende Verschwörung. Denn die Stadt wird von als Menschen getarnten Robotern kontrolliert, die den fünf Pub Crawlern die Tour versauen und – noch schlimmer – die Menschheit zur Vernunft bringen wollen.

Sci Fi-Satire
Sci Fi-Satire "The World's End": Beer now, Apocalypse later

12 Bier gegen die Alien-Invasion
The World’s End
ist eine sehr spaßige Parodie auf Weltuntergangs- und Alien-Invasions-Filme. Die Gags sind dabei keineswegs tumb oder oberflächlich. Regisseur Wright macht sich gekonnt über die Folgen der Globalisierung und den Jugendwahn lustig. Gary ist der perfekte Anti-Held: Er lebt in der Vergangenheit, trägt die gleichen schwarzen Klamotten, hört die gleiche Musik und fährt dieselbe alte Schrottkarre wie in den 90ern. Immerhin: Die Zechtour lässt er sich nicht versauen, nicht einmal von einer Armee von Menschenrobotern, die ihn zu einem vernünftigen, spießigen Leben überreden wollen. Man wird ja wohl noch mal 12 Bier trinken dürfen!

Fazit:The World’s End spart sich jeden Weltuntergangspathos, überzeugt mit herrlich schrägem Humor. Diesen Film müssen Sie sich garantiert nicht schön trinken.

The World’s End (Großbritannien 2013)
Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Simon Pegg, Edgar Wright
Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Paddy Considine, Eddie Marsan, Rosamund Pike
Länge: 109 Minuten
Start: 12. September 2013

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