Frisuren: Genetischer Out-of-bed-Look

Waschen, schneiden, legen
Sie versuchte zu retten, was die Gene verdorben hatten

Sie finden Ihre Haare schrecklich? Schieben Sie es nicht auf den Friseur – ihre Eltern sind schuld dran

Jeden Morgen schimpfen Sie vor dem Spiegel über Wirbel an der falschen Stelle oder störrische Locken? Schieben Sie das nicht auf Ihren Friseur. Forscher haben herausgefunden, dass ein bestimmtes Gen an so einem unbeabsichtigten Out-of-bed-Look schuld ist.

Jeremy Nathans vom Howard Hughes Medical Institute in den USA hat bei Mäusen ein Gen gefunden, dass die Form und das Wachstum der Haare bestimmt. „Dieses ‚Kräusel-Gen Nummer 6’ ist beim Menschen praktisch identisch. Deshalb kann man vermuten, dass es bei uns ebenfalls für die Form der Haarpracht verantwortlich ist“, so Nathans.

Fehlt bei Mäusen das Gen, so wächst ihr Haar in den verrücktesten Mustern, von Wirbeln an Hinterläufen und Rücken bis über vereinzelte Haarbüschel auf Kopf oder Bauch.

Seinen morgentlichen Out-of-Bed-Look kann man aber nicht darauf schieben, dass einem dieses Gen fehlt. Vielmehr ist das Erbgut für die Tollen und Wirbel verantwortlich, die auch der Friseur manchmal nicht in den Griff kriegt.

Nathans meint übrigens, dass man sich nicht über seine Haare ärgern sollte: „Das gehört zu den Dingen, die das Leben interessant machen.“ Ob er eine Glatze hat?

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