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10.09.2002
© MensHealth.de
Jeder hat es schon mal erlebt: Man kauft ein Möbelstück, will es zu Hause aufbauen und die Bedienungsanleitung ist entweder chinesisch, von einem anderen Modell oder gar nicht vorhanden. Der vermeintlich einfach Aufbau entwickelt sich zum Psychotest.
Schweizer Forscher um Stavros Antifakos haben sich dieses Albtraums eines jeden Hobbyschraubers angenommen und wollen Möbelteile zukünftig mit Mikroprozessoren ausrüsten. Die geben ein Signal ab, falls sie mit den falschen Stücken verbunden werden.
3-D-Puzzle für Fortgeschrittene
Die Forscher von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich hatten zunächst an einer Garderobe des Herstellers IKEA getestet, in wie vielen Varianten man das Stück zusammenbauen kann. Sie kamen auf 44 Versionen, von denen aber nur acht stabil waren, wobei nur eine vom Hersteller vorgesehen war.
An sechs der Teile bauten die Wissenschaftler darauf Bewegungs- und Drucksensoren an, die den Zusammenbau auf den richtigen Weg bringen sollen. Diese senden Daten an einen Computerchip, der in einem Teil eingebaut ist. Der Minicomputer berechnet dann, wo sich die einzelnen Teile befinden und gibt auf einen separaten Bildschirm Aufbau-Anweisungen.
Wer das Möbelpuzzle also nicht als Spaß empfindet, der kann womöglich bald sagen, dass seine Garderobe eigentlich ein Computer ist.
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