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31.05.2005
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Autor: Kirsten Segler
© MensHealth.de
Kein Wunder, dass Menschen Fett- und Zuckerreiches lieben – es macht glücklich. Besonders stark wirkt die Kombination von beidem aufs Gehirn und verschafft ihm einen „kleinen Schwapp Harmonie, der etwa zwei Stunden anhält“, so Professor Gerald Hüther, Psychologe an der Göttinger Uniklinik. Den Effekt könnte man auch erreichen, indem man sich mindestens 15 Minuten bewegt. „Aber Essen geht nebenbei, die Zeit für Sport muss man sich erkämpfen“, sagt Hüther. „Dennoch habe ich wenig Verständnis für Sofahocker, die ihr Übergewicht auf die Gene oder die Gesellschaft schieben.“ Diese Einstellung sollten Sie sich zu eigen machen.
Paradox, aber wahr
Die einzige Chance gegen die Verschwörung der Dickmacher besteht darin, die Schuld für die Speckrollen nicht länger bei anderen, den Genen oder den Umständen zu suchen. „Ist man sich der Wirkung von Werbung, Düften, Portionsgrößen und Produktpräsentation bewusst, kann man sich ihr eher entziehen“, so Ernährungspsychologin Jahnen. Das ist auch das Geheimnis der Schlanken. „Übergewichtige essen oft aus Gründen, die nichts mit Hunger zu tun haben. Nur wer sich diese bewusst macht, kann seine Bedürfnisse erfüllen.“
Fühlt man sich einsam, ist man auch nach der Tafel Schokolade allein. Bewusstsein bedeutet auch, sich nie etwas gedankenlos in den Mund zu stopfen, sondern nur mit maximaler Aufmerksamkeit. Die Entscheidung über Essen oder Liegenlassen, Lift oder Treppe, Joggen oder Sofa liegt trotz allem immer noch bei Ihnen.
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