Das spezifische Problem beim einzeln gefertigten Stück liegt in der Individualisierung der Maße. Sie bietet zwar den theoretischen Vorteil, dass aufwändige Änderungen überflüssig sind, dies ist aber fast nie auf Anhieb der Fall und selbst nach mehreren Anproben nur selten. Denn: Was beim Maßteil schief gehen kann, geht meistens auch schief, das Pannenpotenzial ist groß.
Der Verkäufer misst falsch. Bei schlecht geschulten Aushilfskräften passiert so was öfter mal.
Problem zwei
Kommunikationsfehler, das heißt an sich korrekte Zahlen werden beim Übertragen vom Auftragsformular in den Schnittcomputer verdreht.
Problem drei
Doch nicht immer haben die anderen Schuld. Häufig drücken sich die Kunden beim Bestellen unklar aus („ich möchte die Hose relativ weit im Bein“) oder wissen gar nicht, was sie wollen („machen Sie mal, wie Sie meinen“). Und nicht selten verhalten sich Kunden getreu der Devise: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“, und ändern spontan und viel zu spät ihre Meinung. Nämlich in dem Moment, wenn das Teil zur Anprobe kommt („ich glaube, ich hätte doch lieber einen Doppelreiher“). Also Finger weg von Maßkleidung? Nein, aber bitte schließen Sie von vornherein so viele Fehlerquellen wie möglich aus.






















































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