Heft 06/2012
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BAUCH-WEG-GUIDE

SCHNELL UND DAUERHAFT SCHLANK

Bauch-Weg-Guide Fette

26.08.2004 , Autor: Carola Beyer
© MensHealth.de

Die Dogmen "Fett macht fett" und "Fett macht krank" sind in der Ernährungswissenschaft nicht mehr zu halten. Denn es gibt verschiedene Fettarten, die unterschiedliche Wirkungen auf den Organismus haben
Bauch-Weg-Guide:
Fisch auf den Tisch. Er enthält die guten Omega-3-Fettsäuren
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Die Aufgaben von Fetten sind vielfältig und wichtig: Fett dient als Reserveenergiespeicher, Isolation, Schutzpolster für inneren Organe, Transportmedium für fettlösliche Vitamine, Baustoff für die Zellwände, als Kraftstoff für Ausdauerleistungen sowie zur Herstellung von Hormonen.

Also: Sie benötigen fett auf jeden Fall. Wieviel? So viel Sie wollen. Aber! Es ist zwar egal, wie hoch der prozentuale Anteil von Fett an den Gesamtkalorien ist - solange Sie innerhalb ihres Kalorienbedarfs bleiben. Nur dann nehmen Sie nicht zu.

Es gilt: die Energieaufnahme muss unter Ihrem Verbrauch bleiben, nur dann nehmen Sie ab. Ob dieses Minus an Kalorien durch weniger Kohlenhydrate oder weniger Fett erreicht wird, ist gleichgültig.
Was sich nicht leugnen lässt, Fett hat doppelt so viele Kalorien wie Proteine und Kohlenhydrate.

Tipp: Um Ihr Kalorienlimit einzuhalten, ist es viel wichtiger auf die geringe Energiedichte (große Menge, wenig Kalorien) einer Mahlzeit zu achten, damit Sie mit weniger Kalorien trotzdem ein "sattes" Gefühl haben. Ein großer Teil Ihres Essen, sollte deshalb aus voluminösen Nahrungsmitteln bestehen - Gemüse ist dabei der Renner (auch gerne mit Fett zubereitet).

Fett ist nicht gleich Fett

Gesättigte Fettsäuren stecken vor allem in tierischen Fetten wie Butter, Schmalz, Milchprodukten und Fleisch, aber auch in vielen Süßigkeiten. Sie heben den Spiegel sowohl des "guten" als auch des "schlechten" Cholesterins und sind deshalb nicht so gefährlich, wie bisher angenommen.

trans-Fettsäuren kommt natürlicherweise nur in Milchprodukten sowie in Fleisch von Wiederkäuern vor, allerdings nur geringen Mengen, die für den Menschen harmlos sind. Nicht bedenkenlos sind trans-Fettsäuren aus industriell gehärteten Pflanzenfetten, wie in Süßigkeiten, Fritten und einigen Magarinesorten. Achten Sie beim Einkauf auf die Angabe "gehärtete pflanzliche Fette" in der Zutatenliste. Lassen Sie diese Produkte links liegen, sie verschlechtern das Verhältnis von HDL zu LDL.

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie kommen ausschließlich in tierischen Produkten vor, vor allem in fetten Kaltwasserfischen (Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch) mit Grünfutter aufgezogenen Rindern und Wildfleisch. Ihre Vorläufer finden sich auch in Raps- und Leinöl, Walnüssen und grünem Blattgemüse. Essen Sie mehr Omega-3-Fettsäuren, es erhöht das "gute" HDL-Cholesterin und senkt somit Risiko für Herz- und Hirninfakte deutlich.

Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls ungesättigte Fettsäuren und genauso wichtig für den Körper, da er Sie nicht selbst herstellen kann. Doch durch unsere Ernährung (reich an Getreide, und damit gefütterten Tieren) sind wir damit überreich versorgt. Außerdem finden wir Omega-6-Fettsäuren noch in Sonnenblumen-, Distel-, Soja- oder Weizenkeimöl.

Einfach ungesättigte Fettsäuren findet man in Oliven und in Ihrem Öl, in Nüssen und Samen, sowie Avocados. Im Gegensatz zu den Omegas, kann der Körper sie aus anderen Fetten herstellen. Sie sollten trotzdem mehr davon essen, weil die einfach ungesättigten Fettsäuren alle Blutfettwerte positiv beeinflussen.

Auf die Vielfältigkeit
kommt es an

Hier unterscheidet die Wissenschaft zwischen dem "bösen" LDL- und dem "guten" HDL-Cholesterin. Das Verhältnis von HDL zu LDL ist für das Herz-Kreislauf-Risiko viel interessanter als der Gesamtcholesterinspiegel. Die Erhöhung der HDL-Partikel ist also sogar wünschenswert.

Außer den so genannten trans-Fettensäuren, die bei industriellen Verarbeitungsprozessen entstehen, gibt es keine Fette, die das Verhältnis von "schlechtem" und "gutem" Cholesterin ungünstig verändern. Ungesättigte Fettsäuren (besonders gut: Omega-3-Fettsäuren) heben den Spiegel des "guten" HDL-Cholesterins an. Selbst die am meisten geschmähten gesättigten Fette heben LDL wie HDL zu gleichen Teilen an und sind deshalb gar nicht so gefährlich, wie oft behauptet.

Fette

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