Vor drei Jahren hatte Peter Mertens ein Problem. "Meine Pumpe", klagt der Münchener, "war aus dem Rhythmus gekommen." Ständiger Zeitdruck und beruflicher Stress hatten bei dem 53-jährigen Ingenieur Spuren hinterlassen. Der Grund: Er hatte genau das versäumt, was sein Arzt ihm schon immer empfohlen hatte: Bewegung.
Die Geschichte zeige, sagt der Hamburger Sportmediziner Klaus-Michael Braumann, wie wichtig kontinuierliches Training heute sei: "Bewegung ist nun mal die beste Vorbeugung und Medizin."
Wer rastet, der rostet. Im bewegungsfaulen Körper kommen biochemische Abläufe ins Stocken – mit der Folge, dass sich Blutfette zu Gallensteinen ballen, gefährliche Plaque an den Gefäßwänden bildet und die Verdauung verlangsamt, wodurch krebsauslösende Giftstoffe länger im Darm verweilen. Klaus-Michael Braumann: "Couch-Potatoes tragen ein um 50 Prozent erhöhtes Darmkrebsrisiko." Die Formel für optimale Gesundheit und Fitness ist deshalb so einfach wie nachhaltig: Schon 30 Minuten Bewegung täglich – ob joggen, walken, Rad fahren oder schwimmen – halten für immer fit.
"Ohne dieses Mindestmaß an körperlicher Aktivität, die unsere Genome von uns erwarten", glaubt der amerikanische Evolutionsmediziner Frank Booth von der University of Missouri in Columbia, "ist es wahrscheinlich, dass eine pathologische Ausprägung der genetischen Information zu chronischen Krankheiten führt."












































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