Leute, es ist wirklich der Wahnsinn: Ich habe in 2 Monaten knapp 10 Kilo abgespeckt! Nie hätte ich gedacht, dass in so kurzer Zeit so viel möglich ist. Na ja, kein Wunder bei meinem Trainingsplan. Täglich mache ich Sport – und das geht erstaunlich gut, vor allem dank meiner Freundin Tina. Schon immer haben wir gerne zusammen Sport gemacht. Inzwischen hängt sie sich oft an meinen Plan dran. Wir sehen uns fast so oft wie vor dem Projekt. Man muss ja nicht immer die gleiche Leistung bringen: Während einer läuft, radelt oder skatet der andere. Noch einfacher beim Schwimmen: Der gemeinsame Hin- und Rückweg ist wie eine richtige Verabredung, zwischendrin zieht jeder seine Bahnen, wie er es mag.
Irgendwie schaffe ich es auch immer, eine Einheit nachzuholen, die ich aus beruflichen Gründen erst einmal ausfallen lassen musste. Dann setze ich auch schon mal eine 1500-Meter-Schwimmeinheit vor ein kräftezehrendes Zirkeltraining. Trainingswissenschaftlich ist das ganz bestimmt nicht optimal, aber der Erfolg gibt mir doch Recht, oder etwa nicht?
Noch nicht so glücklich bin ich mit meinen Leistungen im Ausdauerbereich. Besonders beim 1000-Meter-Lauf komme ich nicht auf ein zufriedenstellendes Ergebnis, ich brauche nach 2 Monaten immer noch über 4 Minuten dafür. Auch in anderen Bereichen komme ich gut ins Keuchen. Vor einiger Zeit haben Matse und ich zusammen mit unserem Best-Bauch-Coach Sascha einen Schneeschuh-Ausflug in die verschneite Rhön gemacht. Das war zwar echt cool, aber: Während die beiden ordentlich Power hatten, musste ich mich richtig quälen, um nicht völlig den Anschluss zu verlieren. Die unterhielten sich vorne locker, und ich habe mich darauf konzentriert, den Abstand nicht größer als 10 Meter werden zu lassen. In meinem eigenen Tempo kann ich gefühlt unendlich lange laufen. Aber sobald jemand das Tempo anzieht, wird’s schwierig für mich. Das Problem scheint nicht allein mit dem Körpergewicht zusammenzuhängen.
Das Wampe-weg-Team: Matthias und Timo kämpfen gegen unnütze Kilos
© Dirk MathesiusEin Weg, Grundlagenausdauer in gewissen Belastungsbereichen zu trainieren, ist sicher der Ausdauer-Kraft-Zirkel, den unser Coach Sascha ab und an ins Training einbaut. Dazu kann man entweder, so wie wir im schönen Gersfelder Stadion, auf der Tartanbahn seine Runden drehen. Der ebene Laufgrund dort ist von Vorteil, ebenso die exakte Streckenvorgabe, mit der man den Zirkel gut abstecken kann. Wer kein Stadion zur Verfügung hat, kann den Zirkel selbstverständlich auch auf seiner eigenen Laufstrecke umsetzen. Dazu ein Beispiel: Ich absolviere 30 Minuten lang alle 2 Minuten 10 Wiederholungen einer Kraftübung nach Wahl, laufe dann direkt weiter.
Auch im Fitness-Studio lässt sich so ein Zirkel durchführen – da stehen jede Menge Gerätschaften zur Verfügung. Ich persönlich laufe aber lieber draußen, und es gibt ja auch viele Übungen ohne Hilfsmittel. So oder so, das Zirkeltraining haut richtig rein: Letztes Mal waren wir nach gefühlten 1000 Stadion-Runden so was von platt, dass wir es kaum noch zu Stande brachten, am Schluss locker zu stretchen. Und im Anschluss mussten wir auch noch zum Coach nach Hause joggen, wo wir vorher die Autos abgestellt hatten.
Jetzt bin ich erst mal sehr gespannt, wie es weitergeht. Mich hat das Trainingsfieber gepackt, ich bin motiviert wie nie. Auch sonst setzt diese Abnehmaktion viel in Bewegung, inzwischen habe ich sogar andere angesteckt. Einige meiner Freunde sind eingestiegen, wir trainieren jetzt zusammen, kochen gesund und haben jede Menge Spaß dabei. Nach und nach sprechen mich auch immer mehr Leute an, dass ich mich äußerlich stark verändert habe. Nun müssen nur noch meine Leistungen besser werden. Derzeit stagniere ich ein wenig in den Fitness-Tests, aber mein Körper muss sich nach so viel Gewichtsverlust auch erst einmal neu sammeln. Immerhin schaffe ich inzwischen 60 Liegestütze am Stück, zu Beginn waren es noch 50. Und die 1000 Meter werde ich bei meinem nächsten Leistungstest endlich unter 4 Minuten laufen, das habe ich mir ganz fest vorgenommen. Nicht, dass der Matse am Ende noch schneller läuft als ich!














































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